Oldenburg enttäuscht in Ventspils
Eurochallenge Baskets unterliegen 61:74 – Auch direkter Vergleich ist verloren – Brown bester Werfer
Musste mit seiner Mannschaft in der zweiten Gruppenphase der Eurochallenge im vierten Spiel die zweite Niederlage akzeptieren: Oldenburgs Trainer Predrag Krunic BILD: x 
von Fried-Michael Carl
Oldenburg - Die Basketballer der EWE Baskets Oldenburg haben ihren Ankündigungen, sich auswärts steigern zu wollen, nicht die entsprechenden Taten folgen lassen. Am Dienstagabend verloren sie in der Eurochallenge ihr Gastspiel beim lettischen Vizemeister BK Ventspils vor 650 Zuschauern mit 61:74 (28:33) und kassierten damit im vierten Spiel die zweite Niederlage in der Gruppe I. Noch liegen sie vor den punktgleichen Letten auf dem zweiten Platz. Fest steht aber, dass sie den direkten Vergleich gegen Ventspils verloren haben, denn das Hinspiel hatte das Team von Trainer Predrag Krunic nur 77:69 gewonnen. Der direkte Vergleich entscheidet am Ende bei punktgleichen Teams über das Weiterkommen.
„Das war eine verpasste Chance“, kommentierte Co-Trainer Ralph Held die Niederlage. Insgesamt, so meinte er, habe das Team vernünftig verteidigt, aber in der Offensive keinen Wurfrhythmus gefunden.
Nach dieser Niederlage ist der Einzug der Baskets in die Playoff-Runde der besten acht Mannschaften gefährdet. Jetzt müssen die noch ausstehenden Partien gegen Roanne (21. Februar) und in Leiden (28. Februar) gewonnen werden, um im Rennen zu bleiben.
Zur Pause war für die Oldenburger noch alles im Lot, denn die fünf Punkte Rückstand (28:33) waren zu ertragen. Auch nach 25 Minuten (38:45) deutete noch nichts auf eine klare Niederlage hin. Dann aber standen die Baskets nicht mehr so sicher in der Defensive und hatten im Abschluss bei einigen Würfen etwas Pech. Die Gastgeber nutzten diese Phase, um sich zum ersten Mal auf mehr als zehn Punkte abzusetzen (49:38/27.). 15 Zähler (43:58) lagen die Baskets vor Beginn des letzten Viertels hinten.
Im entscheidenden Abschnitt versuchten die Baskets noch einmal, das Spiel zu drehen. Das ließen die entschlossen auftretenden Gastgeber aber nicht mehr zu.
In der Oldenburger Mannschaft wussten aus der Anfangsfünf Bobby Brown – mit 21 Punkten bester Werfer seines Teams – und Adam Chubb (elf Rebounds) zu überzeugen. Ronnie Burrell, Kenny Hasbrouck und Rickey Paulding dagegen blieben hinter den Erwartungen.
Entscheidend war auch, dass die Baskets in der Offensive nicht so gut trafen wie in der Vorwoche gegen Leiden. Nur 23 Prozent der Distanzwürfe fanden den Weg in den Korb, insgesamt lag die Trefferquote bei 36 Prozent.
Die nächste Aufgabe wartet am Sonnabend auf die Oldenburger. Um 14.50 Uhr müssen sie zum Bundesligaspiel bei den Artland Dragons Quakenbrück auflaufen. Die Dragons gewannen am Dienstag in der Eurochallenge 81:71 gegen Antwerpen und stehen schon in der Playoff-Runde.
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