Dragons zu stark für Oldenburg
Basketball Baskets verlieren in Quakenbrück 81:95 – Milan Majstorovic überzeugt
Sorgte bei den Baskets (von rechts Robin Smeulders und Ronnie Burrell) für viel Unruhe: David Holston BILD: Rolf kemper 
von Fried-Michael Carl
Quakenbrück - Kopfschütteln, Achselzucken, Ratlosigkeit: Die 300 Fans der EWE Baskets Oldenburg, die ihr Team am Sonnabend zum Auswärtsspiel der Basketball-Bundesliga bei den Artland Dragons in Quakenbrück begleitet hatten, waren sprachlos. Wieder einmal hatten sie auf einen Auswärtssieg gegen ein Spitzenteam gehofft. Wieder einmal ging die Mannschaft von Trainer Predrag Krunic leer aus. „Es waren die big shots, die entscheidend waren“, meinte Krunic nach der 81:95 (41:46)-Pleite. Die Niederlage verdeutlichte auch, dass sie immer noch nicht zu der Spitzenmannschaft zusammengewachsen sind, die bei dieser Qualität an Individualisten möglich sein sollte.
Oldenburgs Trainer durfte bis zur 33. Minute hoffen, dass die Niederlage abgewendet werden könnte. Als aber Ronnie Burrell mit dem freien Dreier knapp das Ziel verfehlte und im Gegenzug die Dragons durch ihren besten Werfer, Nathan Peavy (23 Punkte), die Führung auf 70:61 ausbauten, trat das ein, was zuletzt oft in Auswärtsspielen der Baskets zu beobachten war: Sie vernachlässigten das Teamspiel noch mehr und setzten zu sehr auf Einzelaktionen. Hinzu kam noch Pech im Abschluss.
Wie man sich erfolgreich absetzt, demonstrierten die Gastgeber: Angeführt von David Holston und Bryan Bailey zogen sie mannschaftlich geschlossen ein gepflegtes Offensivspiel auf und setzten sich Punkt um Punkt ab. „Das war ein Sieg der Mannschaft“, analysierte Dragons-Coach Stefan Koch zufrieden. 25 Assists bewiesen dies nachhaltig, bei den Baskets wurden nur zehn notiert. Und als die Gastgeber in der Endphase mit fast jedem Wurf Erfolg hatten – egal, wie weit der Werfer vom Korb entfernt stand –, war die Partie entschieden.
Krunic hatte diesmal nur auf neun Akteure gesetzt. Verlassen konnte er sich dabei auf seine Bankspieler – allen voran Milan Majstorovic. Den mit 15 Punkten erfolgreichen Oldenburger Werfer musste der 44-Jährige schon früh bringen, nachdem er verpasst hatte, Burrell nach dessen zweitem Foul vom Feld zu nehmen. In dem intensiv geführten und kampfbetonten Spiel kassierte der Flügelspieler nach acht Minuten sein drittes Foul. Damit war er aus dem Spiel.
Majstorovic schlug ebenso ein wie Sead Sehovic, Dominik Bahiense de Mello und Robin Smeulders, die nach dem 20:25-Rückstand zum zweiten Viertel aufs Feld kamen. Gemeinsam mit Adam Chubb und Kenny Hasbrouck hatten sie maßgeblichen Anteil daran, dass die Baskets aufholten, mit den Gegnern auf Augenhöhe spielten und beim 29:29 den Anschluss geschafft hatten. 31:31(16.) hieß es, als die kämpferisch überzeugenden Baskets ihre Aufholjagd selbst zunichte machten. „Wir haben einen Moment lang den Fokus auf das Spiel verloren“, versuchte Center Adam Chubb später den 0:13-Lauf und die schwachen 2:50 Minuten zu erklären, wodurch Quakenbrück wieder Oberwasser gewann, erneut in Führung ging und diese nicht wieder abgab.
Alle Oldenburger hätten an diesem Nachmittag gegen die kompakt auftretenden und offensivstarken Dragons Bestform abrufen müssen, dann hätte es zu einem Sieg reichen können. Kapitän Rickey Paulding tat dies nie, Bobby Brown nur gelegentlich. Er zog im Vergleich zu Holston den Kürzeren. Auch ein Punkt, weshalb die Baskets diese Partie verloren und ihre Fans enttäuscht die Halle verließen.
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