Empörung Nach Würzburg-Spiel:
Baskets-Chef mächtig sauer auf Schiedsrichter

16 „auffällige“ Entscheidungen gegen die Baskets, deutlich weniger Freiwürfe, verweigerter Handschlag: Die Schiedsrichterleistung vom Würzburg-Spiel bringt die Baskets immer noch auf die Palme. Nun soll die BBL eingeschaltet werden.

Oldenburg Einen Tag nach der Heimniederlage gegen Würzburg (75:82) hält bei den EWE Baskets Oldenburg die Empörung über die aus ihrer Sicht zweifelhaften Schiedsrichter-Entscheidungen an. „Wir können nicht einfach so zur Tagesordnung übergehen“, meinte Hermann Schüller am Montag. Wie berichtet hatte der Geschäftsführer des Basketball-Bundesligisten bereits am Sonntagabend nach Spielschluss seinem Unmut über die Leistung des Schiedsrichter-Trios Toni Rodriguez, Carsten Straube und Tamer Arik deutlich Luft gemacht („So etwas habe ich noch nie erlebt“).

Nach Videostudium der Partie erstellten Verantwortliche des Pokalsiegers am Montag eine Liste von 16 „auffälligen“ Entscheidungen, die den weiteren Spielverlauf zuungunsten der Gastgeber beeinträchtigt hätten. Vor allem im Schlussviertel fühlten sich die Baskets von den Schiedsrichtern massiv benachteiligt. Als statistischen Beleg führten die Oldenburger die Unausgewogenheit bei der Anzahl der verhängten Freiwürfe (15 gegenüber 29 für Würzburg) an.

Mit Boris Schmidt, Schiedsrichter-Obmann der BBL, sei bereits Kontakt aufgenommen worden. Darüber hinaus behält sich der Club eine Stellungnahme gegenüber der Liga vor.

„Es wurde einseitig gegen uns entschieden“, sagte Schüller, dessen Ärger sich insbesondere gegen den Bundesliga-erfahrenen Arik richtete, der für die Mehrzahl der Pfiffe gegen Oldenburg verantwortlich zeichnete.

Auf Unverständnis stieß bei den Baskets auch das Verhalten der Unparteiischen nach Spielende. So verzichteten Rodriguez und Straube auf den üblichen sportlichen Gruß beim Kampfgericht; Arik verweigerte Oldenburgs Coach Mladen Drijencic den Handschlag. „Das geht gar nicht“, meinte Schüller.

Der Clubchef betonte, dass er nicht nach Ausreden für die Niederlage suche. „Würzburg hat gut gespielt. Aber es geht darum, dass keine Chancengleichheit bestanden hat“, sagte der Unternehmer, dem seine öffentliche Schiedsrichter-Schelte eine Strafe durch die Liga einbringen könnte: „So etwas können wir uns nicht gefallen lassen. Auch Schiedsrichter müssen sich der Kritik stellen.“

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Christopher Deeken

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http://www.nwzonline.de/baskets/baskets-chef-kritisiert-schiedsrichter-scharf_a_6,0,1421833706.html
15.12.2015
http://www.nwzonline.de/rf/image_online/NWZ_CMS/NWZ/2014-2016/Produktion/2015/12/15/SPORT/3/Bilder/schüller.jpg
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