Auswärtsspiel Am Abend:
Baskets erwarten Berliner Attacke

Oldenburg könnte sich mit einem Sieg von den Berlinern absetzen. Baskets-Coach Drijencic stellt sein Team auf einen aggressiven Gegner ein.

Oldenburg/Berlin Am vergangenen Wochenende gab es für Alba Berlin einen Grund zum Feiern: Durch den Erfolg in Tübingen sprang der Hauptstadtclub in der ewigen Tabelle der Basketball-Bundesliga auf Platz eins.

Das Klassement im Hier und Jetzt liest sich für die erfolgsverwöhnten „Albatrosse“ jedoch weniger angenehm, vor der Partie gegen die EWE Baskets Oldenburg an diesem Sonnabend (18.30 Uhr) in der Arena am Ostbahnhof findet sich die Mannschaft von Trainer Sasa Obradovic auf Rang fünf wieder – zu wenig für die Ansprüche in Berlin, wo man sich nach wie vor als eines der drei Liga-Schwergewichte neben den Baskets Bamberg und Bayern München begreift.

Das Duell mit dem Tabellendritten aus Oldenburg wurde in der offiziellen Alba-Pressemitteilung als „Schlüsselspiel“ ausgerufen – eine treffende Formulierung, würde eine Niederlage den Berliner Rückstand auf Oldenburg doch auf sechs Zähler anwachsen lassen. Bei dann noch acht verbleibenden Hauptrundenspielen wäre dies schon ein beträchtliches Polster zwischen den beiden Mannschaften, die um einen der ersten vier Ränge und dem damit verbundenen Heimrecht in der ersten Playoff-Runde kämpfen.

„Die Berliner werden mit aller Macht versuchen, zu gewinnen“, sagte Oldenburgs Trainer Mladen Drijencic, der seine Schützlinge auf einen harten Kampf an der Spree einstellt: „Wir dürfen die Aggressivität der Berliner nicht in unseren Kopf kommen lassen, sondern müssen die Spielkontrolle bewahren.“ Im Hinspiel Mitte November gelang dies den Baskets auf beeindruckende Weise, als sie Alba beim dramatischen 79:76-Heimsieg niederrangen und zugleich die bis dahin erste Saisonniederlage zufügten.

Als hilfreich könnten sich für Drijencic auch diesmal die Tipps seines Co-Trainers Mauro Parra erweisen, der von 2012 bis 2015 als Assistent von Obradovic in Berlin tätig war und so bestens mit dessen taktischen Vorstellungen vertraut ist. „Mauro war lange genug in Berlin, um zu wissen, was Obradovic vor hat“, sagte Oldenburgs Robin Smeulders und ergänzt schmunzelnd: „Mauro ist vielleicht unsere Geheimwaffe.“

Eine Einschätzung der tatsächlichen Berliner Leistungsstärke fällt schwer, herausragende Auftritte wie beim Pokalsieg in München vor wenigen Wochen wechseln sich in dieser Saison mit teils unterirdischen Leistungen ab.

Zu schaffen macht den Berlinern ihr Verletzungspech: Gegen Oldenburg fallen Niels Giffey und Ismet Akpinar sicher aus, auch der Einsatz von Robert Lowery ist unwahrscheinlich.


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19.03.2016
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