Oldenburger Baskets Empfangen Limoges:
Franzosen reisen mit Rückenwind an

Es wäre so schön: Beim Eurocup könnten die Baskets am Mittwoch ins Achtelfinale einziehen. Vorher müssen sie aber noch einen ziemlichen Brocken aus dem Weg räumen.

Oldenburg/Limoges Die Rechnung klingt simpel: Mit einem Sieg gegen Limoges CSP können die EWE Baskets Oldenburg an diesem Mittwoch (20 Uhr/große EWE-Arena) den Einzug ins Achtelfinale des Eurocups perfekt machen. Der Haken an der Sache ist, dass der Bundesligist auf dem Weg in die K.o.-Runde des zweithöchsten internationalen Basketball-Wettbewerbs einen ziemlichen Brocken aus dem Weg räumen muss.

Denn der in dieser Saison lange kriselnde französische Meister befindet sich seit geraumer Zeit im Aufwind, genauer: seit dem überraschenden 87:78-Auswärtssieg der Oldenburger in Limoges zum Zwischenrundenauftakt. Nach dieser Niederlage Anfang Januar trennte sich der französische Verein vom glücklosen Trainer Philippe Herve und präsentierte einige Tage später den Montenegriner Dusko Vujosevic als Nachfolger.

Vujosevic (56), langjähriger Trainer des serbischen Traditionsclubs Partizan Belgrad, brachte Limoges wieder auf Kurs, auch wenn der Club aus der Mitte Südfrankreichs in der heimischen Liga als Elfter weiterhin im Mittelfeld dümpelt. Nach dem Trainerwechsel feierte das Team vier Siege aus sechs Spielen und imponierte dabei vor allem mit den beiden Eurocup-Erfolgen gegen den vermeintlich großen Favoriten Valencia, mit denen die Franzosen die Tabellenkonstellation in der Zwischenrundengruppe gehörig durcheinanderwirbelten. Mit der Bilanz von 2:2 Siegen bei noch zwei ausstehenden Spielen hat das Team um Nationalspieler Heiko Schaffartzik vor der Partie in Oldenburg noch alle Chancen auf das Erreichen der nächsten Runde.

Der Respekt bei den Baskets (3:1 Siege) ist groß. „Limoges ist mit dem neuen Trainer eine völlig andere Mannschaft als noch im Hinspiel“, sagte Vaughn Duggins: „Die Siege über Valencia sagen alles über die Qualität aus.“

Schaffartzik bekommt unter Vujosevic erheblich weniger Spielanteile als noch unter dessen Vorgänger. Auch beim 86:67-Erfolg von Limoges am vergangenen Wochenende in der französischen Liga gegen Le Havre kam der 31-Jährige lediglich 13 Minuten zum Einsatz.

Vor der Rückkehr des früheren Baskets-Profis nach Oldenburg schien sein aktueller Club darauf bedacht, dass sich Schaffartzik voll auf das Sportliche konzentriert. Eine Interviewanfrage der NWZ  an Limoges blieb unbeantwortet.

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Christopher Deeken

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