Bundesliga:
Oldenburgern geht die Kraft aus

Baskets unterliegen Würzburg 75:82 – Starke Vorstellung von Dru Joyce

Prepelic mit war 13 Punkten bester Werfer der Gastgeber. Die Schiedsrichter trafen mehrere strittige Entscheidungen.

Oldenburg Am Sonntagnachmittag wurde den Verantwortlichen, den Spielern und den Fans der EWE Baskets Oldenburg noch einmal vor Augen geführt, welch guten Basketballer sie 2014 in Dru Joyce verloren hatten. Der US-amerikanische Aufbauspieler, der zwei Jahre lang in Oldenburg gespielt und dann keinen neuen Vertrag mehr erhalten hatte, zeigte bei der 75:82 (36:42)-Niederlage der Oldenburger gegen die Würzburg Baskets im Team der Gäste eine ganz starke Vorstellung.

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Die Oldenburger boten dabei in den ersten beiden Vierteln eine sehr ansprechende Leistung, nach dem Seitenwechsel war dem Team aber die Belastung der vergangenen Tage mit zahlreichen Spielen anzumerken. Durch die Niederlage vor 5526 Zuschauern verpasste es die Mannschaft von Trainer Mladen Drijencic, ernsthaft Kontakt zur Tabellenspitze aufzunehmen.

„Die Spieler haben wirklich auf die Zähne gebissen und alles versucht“, sagte Drijencic: „In einigen Szenen merkte man aber doch, wie viel sie in der vergangenen Woche leisten mussten.“ Sein Gegenüber Doug Spradley freute sich über „einen großen Sieg. Es ist nicht leicht, hier in Oldenburg zu gewinnen.“

Joyce war an alter Wirkungsstätte überall zu finden und glänzte als Passgeber, Dribbler und Schütze. Anfangs fand er in Klemen Prepelic (mit 13 Punkten bester Oldenburger Werfer) noch einen ebenbürtigen Gegner, der ebenfalls spielerisch und technisch auf hohem Niveau agierte. Im weiteren Spielverlauf baute Prepelic aber ab und war nicht mehr in der Lage, Joyce im Zaum zu halten. Hinzu kamen mehrere strittige Schiedsrichterentscheidungen, über die sich Drijencic im dritten Viertel so aufregte, dass er ein Technisches Foul kassierte. „Die Schiedsrichter waren aber keineswegs der Grund für die Niederlage“, sagte Drijencic. Deutlicher wurde da Hermann Schüller: „So eine Schiedsrichter-Leistung habe ich noch nie erlebt. Es gab keine Chancengleichheit“, schimpfte der Baskets-Geschäftsführer.

Ohne Chris Kramer, der wegen einer am Freitag im Bremerhaven-Spiel erlittenen Wadenverletzung nicht im Kader stand, versuchten die Oldenburger in der Schlussphase nahezu alles. Würzburg musste die letzten zwei Minuten ohne Joyce auskommen, da er sein fünftes Foul kassiert hatte. Angetrieben vom lautstark mitgehenden Publikum kam das Drijencic-Team rund eine Minute vor Spielende noch bis auf vier Punkte heran (75:79), für die Wende reichte es aber nicht mehr.

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