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Basketball:
Prepelic trifft bei Baskets-Gala von überall

Oldenburg Klemen Prepelic hatte auch zwei Tage später noch nicht genug von der Silvesternacht. Im Heimspiel der EWE Baskets Oldenburg gegen die Tigers Tübingen ließ es der 23-Jährige am Sonnabend noch einmal richtig krachen und brannte mit seiner Mannschaft beim 103:72 (47:40)-Kantersieg vor 5924 begeisterten Zuschauern in der großen EWE-Arena ein Offensivfeuerwerk ab. Damit beendet das Team von Trainer Mladen Drijencic die Hinrunde der Basketball-Bundesliga auf Platz vier.

Großen Anteil am bisher höchsten Saisonsieg der Oldenburger hatte Prepelic. Von der Bank kommend zeigte der slowenische Flügelspieler gleich im ersten Viertel seine herausragenden Qualitäten im Distanzwurf. Er hatte den Vorzug vor Scott Machado erhalten und lieferte Drijencic schlagkräftige Argumente für die Berufung in den Kader. Den guten ersten Abschnitt der Oldenburger krönte Prepelic mit einem wahnwitzigen Treffer aus rund 20 Metern zum 26:14.

Prepelic trifft aus der eigenen Hälfte

WATCH THIS: eine Halbzeit, zwei Buzzerbeater mit der Viertelsirene, zweimal vom Parkplatz - Oldenburgs Klemen Prepelic trifft von der Hunte. #BekoBBL

Posted by Beko Basketball Bundesliga on Montag, 4. Januar 2016

Für Oldenburgs Ex-Profi Tyron McCoy, der die Gäste seit einer Woche trainiert, endete die Rückkehr an die alte Wirkungsstätte in einem Debakel. Die Tübinger kassierten die siebte Niederlage in Folge, obwohl sie sich im zweiten Abschnitt aufbäumten und angeführt von Spielmacher Jared Jordan mit einem 9:0-Lauf bis auf 40:41 herankamen. Der omnipräsente Chris Kramer und erneut Prepelic mit einem Wurf aus zehn Metern bei Ablauf der Sirene sorgten aber wieder für ein solideres Polster zur Pause (47:40).

„Sie haben uns im zweiten Viertel viele Probleme bereitet. Deshalb wussten wir, dass wir aggressiv aus der Halbzeit kommen und sie attackieren müssen”, sagte Drijencic nach der Partie. Und der Trainer fand in der Pause die richtigen taktischen Anpassungen. Spätestens als die Oldenburger zwischen der 23. und 26. Minute keine Punkte zuließen und bis auf 66:47 davoneilten, brach der Widerstand der Gäste. „Das war nicht der Charakter, den ich von meinem Team sehen will. Wir haben als Team Auflösungserscheinungen gezeigt”, meinte McCoy.

Die Baskets wechselten viel durch, fast jeder Akteur durfte sich am munteren Scheibenschießen beteiligen und Selbstvertrauen vor dem Auftaktspiel in der Eurocup-Zwischenrunde an diesem Dienstag (20.30 Uhr) bei Limoges CSP in Frankreich tanken. Fast selbstverständlich war es Prepelic vorbehalten, per Dreipunktewurf den hundertsten Punkt zu erzielen. Für ein Novum sorgte Drijencic dann 39,2 Sekunden vor dem Ende, als er Robin Smeulders für Prepelic einwechselte. Somit standen fünf deutsche Spieler gleichzeitig für die Baskets auf dem Parkett – so etwas hatte es in der Bundesliga-Geschichte des Clubs noch nicht gegeben.

Der überragende Prepelic verließ unter dem tosenden Applaus der Zuschauer das Spielfeld, blieb nach der Schlusssirene aber bescheiden: „Manchmal trifft man solche Würfe und manchmal nicht. Meine Mitspieler haben mich immer wieder an den offenen Positionen gefunden, und wenn du den Platz hast, musst du ihn nutzen.”


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