19. Juni 2010


„Sanierungsziegel“ für die „fünfte Fassade“

Kein anderer Gebäudeteil ist der Witterung so stark ausgesetzt wie das Dach und wenn die „fünfte Fassade“ des Hauses nicht mehr in Ordnung ist, können alle anderen Bauteile in Mitleidenschaft gezogen werden.

Die Vielfalt der Dachbaustoffe ist riesengroß – vom klassischen Kleinformat bis zum Großflächenziegel, von Naturrot bis Schwarz, aus Ton oder Beton. „Immer mehr Eigentümer entscheiden sich für umwelt-aktive Dachsteine, die Schadstoffe aus der Luft neutralisieren“, berichtet Dachdeckermeister Oliver Kortendieck von den Dachziegelwerken Nelskamp (Schermbeck). In deren Oberfläche („ClimaLife“) ist Titandioxid eingemischt, das wie ein Katalysator Schadstoffe, z. B. gesundheitsgefährdende Stickoxide, in ungefährliche Substanzen umwandelt. Die neuen Dachsteine sind außerdem so glatt, dass Moose und Flechten kaum noch anhaften. Es genügt schon ein stärkerer Regen und das Dach bleibt lange sauber – wie frisch gedeckt.

Wenn der Dachstuhl noch in Ordnung ist, die alte Eindeckung aber nicht mehr, stehen so genannte „Sanierungsziegel“ zur Verfügung. Sie brauchen keine millimetergenaue Unterkonstruktion und gleichen Maßungenauigkeiten des Dachstuhls aus. „Der Dachhandwerker braucht auch weniger Verlegezeit“, stellt Kortendieck fest. Zum Beispiel hat der „F 12 Ü“ („Überdecker“) von Nelskamp 40 Millimeter Verschiebe-Spiel.

„Für Arbeiten auf dem Dach sollte immer eine Fachfirma beauftragt werden“, rät Kortendieck. Gerade am Dach ist Fachwissen gefragt – und schon ein kleiner Fehler beim Eindecken kann sich schnell rächen.

Kein Bauherr deckt sein Dach selbst, aber er sollte schon verstehen, was der Profi „da oben“ tut. Hier hilft ein neues Dach-Lexikon auf der Website www.nelskamp.de. Es erläutert mehr als 150 Fachbegriffe – ein ABC für Bauherren. Von A wie „Ausspitzer“ bis Z wie „Ziegelscherben“ – leicht verständliche Definitionen aus dem Fachvokabular. Zahlreiche Bilder und Grafiken ergänzen die Erläuterungen.

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