19. Juni 2010


Unterschätzte Gefahr Zahnerosion: Wenn die Zähne sauer werden

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Obst ist zwar gesund, kann aber durch seinen hohen Säureanteil den Zähnen schaden.  Bild vergrößern

Der Begriff Erosion ist vielen aus dem Geografieunterricht vertraut. Doch Erosionsschäden können auch die Zähne betreffen. Man versteht darunter den Verlust von Zahnschmelz und Zahnbein, die wichtig sind für die gesunde Zahnfunktion. Erosion unterscheidet sich von Karies. Bei kariösen Schäden fressen sich Löcher mitunter tief in den Zahn hinein, während sich Erosionsschäden eher auf die Oberfläche beziehen.

Verursacht werden sie von Säuren, die die Zahnsubstanz angreifen und wichtige Mineralien herauslösen. Ihr chronisches Einwirken macht Zahnoberflächen mürbe und kann auf diese Weise die Gesundheit der Beißwerkzeuge ernsthaft gefährden. Die Säuren stammen entweder aus einer säurereichen Ernährung oder aus dem Magen, etwa dann, wenn jemand unter der Refluxerkrankung leidet, bei der häufig Säure in den Mundraum gelangt.

Die Oberflächenschicht des Zahns weicht durch die Säureangriffe sozusagen auf und kann anschließend beim Zähneputzen oder allein durch die Reibung der Zunge abgetragen werden. So können sich Mulden bilden und die Zahn- und Kauflächen regelrecht abschmelzen.

Es ist jedoch möglich, den Erosionsprozess aufzuhalten, wenn er erkannt ist. Eine sichere Diagnose kann der Zahnarzt stellen. Zu säurehaltige Ernährung lässt sich korrigieren, doch gegen die Säure, die sozusagen im Körper selbst erzeugt wird, lässt sich oft wenig tun. Umso wichtiger ist es für die Betroffenen, die Zähne bei drohendem Schmelzverlust regelmäßig vom Zahnarzt kontrollieren zu lassen und vorbeugend eine Mundspülung zu verwenden. Ihre Wirksamkeit hängt entscheidend von den eingesetzten Metall-Ionen, wie Zinn oder Titan, und von der Art der Fluoridverbindung ab.

Einen effektiven Schutz vor derartigen Schäden bietet beispielsweise die neue elmex Erosionsschutz Zahnspülung. Die Wirkstoffe Zinnchlorid und Aminfluorid führen zur Bildung einer zinnreichen Schutzschicht auf der Zahnoberfläche. Diese schützt vor Säureangriffen und macht den Zahnschmelz widerstandsfähiger.

Professor Dr. Carolina Ganss und ihr Team an der Poliklinik für Zahnerhaltung und Präventive Zahnheilkunde der Justus-Liebig-Universität in Gießen konnten nun zeigen, dass die Kombination aus Zinnchlorid und Aminfluorid einen wirkungsvollen Schutz gegen säurebedingte Erosion bildet. Im Gegensatz zu titanhaltigen Formulierungen bleibt dieser „Schutzschild“ auch bei starker Säureeinwirkung unbeeinträchtigt bestehen.

Für die 2009 vorgelegte Studie wurden Schmelzproben mehrfach pro Tag minutenlang mit Zitronensäure behandelt. Im Vergleich zu Placeboproben zeigte sich, dass der Verlust der Schmelzsubstanz nach einmal täglichem Spülen mit Zinnchlorid- und Aminfluorid-Lösung um 67 Prozent zurückging. Der Verlust an Dentin, wie das Zahnbein auch genannt wird, ging ebenfalls deutlich zurück - nämlich um 47 Prozent. Auf www.zahngesundheit-aktuell.de gibt es weitere Details über die Wirkung der Mundspülung sowie Tipps für die richtige Zahnpflege.

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