Kamperfehn: Rockertreffen verläuft friedlich
Polizei-Großeinsatz „Red Devils“ in Kamperfehn – Im Ammerland verboten
Auf der Straße am Elisabethfehnkanal richtete die Polizei Sperrungen ein und überprüfte Autofahrer und Biker. Die Beamten fürchteten ein Aufeinandertreffen verfeindeter Motorradgangs. BILD: Hans Passmann 
von Heinz-Josef Laing Und Hans Passmann
Kamperfehn - Die Polizei hat am vergangenen Sonnabend mit einem Großaufgebot an Beamten ein Treffen und eine Party der Rockerbande „Red Devils“ in Kamperfehn begleitet. Sie hatte gewalttätige Auseinandersetzungen verfeindeter Motorradclubs befürchtet. Nach Angaben der Polizei kam es jedoch zu keinen Zwischenfällen. Die Polizei hatte bis zu 200 Teilnehmer erwartet und reagierte am Sonnabendnachmittag mit großräumigen Straßensperrungen und Verkehrskontrollen in und um Kamperfehn.
Nach Polizeiangaben wollten sich die Mitglieder der „Red Devils“ aus Leer (Ostfriesland) am Sonnabend zunächst in Holtgast (Landkreis Ammerland) treffen. Dort hatte die Kreisverwaltung das Treffen jedoch untersagt. Kurzfristig seien die Rocker nach Kamperfehn in die ehemalige Gastwirtschaft Schütte ausgewichen. Die Polizei reagierte unverzüglich und zog zahlreiche Beamte aus der Region in Kamperfehn zusammen. Ab 16 Uhr sperrte sie die Zufahrtsstraßen zu der Ortschaft und kontrollierte Autofahrer und die zu dem Treffen anreisenden Mitglieder der „Red Devils“. „Wir haben nichts gegen Motorradfahrer, wollen aber keine kriminellen Vereinigungen“, sagte der Einsatzleiter, Polizeidirektor Klaus Bergmann aus Cloppenburg, vor Ort.
Die Polizei wolle mit einem großen Kräfteeinsatz dafür sorgen, dass „alles in geregelten Bahnen verläuft und die Party friedlich abläuft. Bei der Personenkontrolle wollten wir feststellen, woher die Leute kommen“, begründete Bergmann den Großeinsatz seiner Beamten.
Auch die Zulassung der Party in der seit Monaten leer stehenden Gaststätte sei überprüft worden. Natürlich werde man aus Sicherheitsgründen das Objekt in Zukunft im Auge behalten, so Bergmann weiter. Die Veranstaltung sei friedlich und ohne Zwischenfälle verlaufen. Eine Stunde nach Mitternacht endete die Party. Gegen zwei Uhr zogen auch die Polizeibeamten wieder ab.
Der Eigentümer der Gaststätte, Erhard Schütte aus Kamperfehn, distanzierte sich gegenüber der NWZ von der Rockerparty. Er habe die Räume nicht an die Red Devils vermietet oder verkauft. Sein derzeitiger Mieter habe das Treffen zugelassen, erklärte Schütte am Sonntag. Er wolle keinen Ärger im Ort.
Die „Red Devils“ zählen zum Rockerclub der gefürchteten „Hells Angels“. Sie sind mit dem Motorradclub „Gremium“ verfeindet. Beide Organisationen sind mit starken Gruppen im Oldenburger Land und in Ostfriesland vertreten.
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