Berufsstart:
Vielfältige Ausbildung im Krankenhaus

Maresa Ahaus lernt am St. Marienhospital in Friesoythe

Von Maresa Ahaus

Ich bin nun seit gut zwei Jahren in der Ausbildung zur Gesundheits- und Krankenpflegerin (früher: Krankenschwester)  im St. Marienhospital in Friesoythe. Heute kann ich sagen: Dieses Berufsfeld ist richtig für mich, ebenso wie  das Krankenhaus. Die Ausbildung  ist vielfältig, und ich kann mir auch schon weitere Entwicklungsmöglichkeiten für mich vorstellen.

Mein Weg  hatte mich aber nicht direkt ins Krankenhaus geführt. Im Gegenteil.  Zunächst hatte ich nach der Realschule das Wirtschaftsgymnasium besucht.  Dort wurde mir aber bald klar: Dieses Themengebiet  ist nichts für mich!  Ich wollte nun das komplette Gegenteil, etwas im sozialen Bereich.

Zur Orientierung sprach ich mit Freunden, die in solchen Berufen tätig waren, etwa als Erzieherin.  Ein Praktikum im Marienkrankenhaus Papenburg, auf der chirurgischen Station, bestätigte die berufliche Richtung und meine Wunsch, die Ausbildung zur Gesundheits- und Krankenpflege zu absolvieren. Diese Arbeit gefiel mir.

Ich habe mich dann  niedersachsenweit  um einen Ausbildungsplatz zur Gesundheits- und Krankenpflegerin beworben. Die Einladung für ein Vorstellungsgespräch kam schon sehr bald – und zwar aus Oldenburg, von der Krankenpflegeschule des Pius-Hospitals. Die Schule kooperiert mit dem St. Marienhospital in Friesoythe.

Das Vorstellungsgespräch fand in der Krankenpflegeschule mit der Leitung der Krankenpflegeschule am Pius und der Pflegedienstleitung des St. Marienhospitals statt.  Ich sollte dabei viel von mir  erzählen, also wo ich meine Stärken sehe und warum ich den Pflegeberuf erlernen möchte. Das ist  ganz gut gelaufen! Ich hatte ja auch schon ein Praktikum gemacht.

Wenige Tage später hatte ich die Zusage!

Der Ausbildungsbeginn war am 1. März 2013. Zu Beginn hatten wir sieben Wochen Blockunterricht. Es gab verschiedene Aktionen, damit wir uns im Kurs gegenseitig kennenlernen. Aber bald schon ging der richtige Unterricht los. Grundlagenwissen für die Pflege wurden uns vermittelt, einschließlich der Probeklausuren.

Nach sieben Wochen erfolgte dann der erste praktische Einsatz meiner Ausbildung im St. Marienhospital Friesoythe auf der Allgemeinstation der Inneren Medizin. Auf dieser Abteilung werden Patienten mit Herz- und Lungenerkrankungen sowie Magen- und Darmerkrankungen, Stoffwechselstörungen usw. behandelt. Dort konnte ich das erlernte Grundlagenwissen, wie zum Beispiel die Unterstützung des Patienten bei der Körperpflege, das Begleiten der Patienten zur Toilette oder das Anreichen von Nahrung mit Begleitung meines Praxisanleiters durchführen. Des Weiteren habe ich regelmäßig bei den Patienten Blutdruck, Temperatur und Puls gemessen und die Werte in die Patientenakte eingetragen. Einige Aufgaben konnte ich auch schon bald selbstständig durchführen.

Der nächste Einsatz erfolgte auf der Unfallchirurgischen Station. Hier werden Patienten vor und nach der Operation von Frakturen oder Hüft- oder Kniegelenksprothesen behandelt. Die Tätigkeiten umfassen das Vorbereiten der Patienten zur Operation sowie die Nachsorge und die Überwachung nach der Operation, die Mobilisation der Patienten und die Unterstützung beim Verbandswechsel.

Anschließend erfolgte der Einsatz auf der Viszeralchirurgie. Dort werden Patienten vor und nach Magen- und Darmoperationen und Patienten der Adipositaschirurgie behandelt. Diese Patienten benötigen oft eine spezielle Ernährung, wie etwa flüssige Kost und Infusionstherapien.

So kamen in jeder Abteilung neue Tätigkeiten dazu. Zusätzlich bekam ich noch Einblicke in andere Bereiche, wie in den Operations- und Anästhesiebereich, in die Endoskopie, in den ambulanten Pflegedienst und in die interdisziplinäre Ambulanz.

Diese Vielseitigkeit ist sehr interessant.

Auf den Stationen wird im Schichtdienst gearbeitet. Der Frühdienst beginnt um 6 Uhr morgens. Auch meinen ersten Nachtdienst habe ich schon absolviert. Das gehört alles dazu.

Auf jeder Station habe ich einen Praxisanleiter, der mir beim Erlernen der verschieden Tätigkeiten zu Seite steht. Der Praxisanleiter ist eine examinierte Gesundheits- und Krankenpfleger/in mit einer Zusatzausbildung.

Die Ausbildung  dauert insgesamt drei Jahre. Ein Jahr kommt also noch. Ich bin gespannt, was ich noch alles lernen werde. Die Entscheidung für diesen Beruf  war richtig. Fest steht für mich aber schon jetzt, dass ich mich nach der Ausbildung noch weiter entwickeln möchte, das heißt ich möchte mich spezialisieren.

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