BERLIN, 14. November 2009


Hochschul-Rektoren unterstützen Protest

UNIVERSITÄTEN Studenten halten Hörsäle an mehr als 50 Standorten besetzt – Bundesweiter Streik am Dienstag


DIE STUDIENREFORM SOLL NACHGEBESSERT WERDEN. DIE KRITIKER KOMMEN NICHT NUR AUS DEN REIHEN DER STUDIERENDEN.

Berlin - Die Studentenproteste gegen Studiengebühren und überlastete Studiengänge an zahlreichen deutschen Hochschulen breiten sich aus. Nach Angaben des studentischen Dachverbands fsz waren am Freitag Hörsäle an mehr als 50 Hochschulstandorten besetzt.

Inhaltliche Unterstützung bekamen die Studenten von der Hochschulrektorenkonferenz (HRK). Es gebe „unbestritten an etlichen Stellen Nachbesserungsbedarf bei der Studienreform“, sagte HRK-Präsidentin Margret Wintermantel. Sie betonte zugleich, es gebe keinen Anlass, die Bologna-Reform abzulehnen und forderte die Studenten zu gemeinsamem Handeln auf. Der fsz setzte dem entgegen, die HRK sei „völlig weltfremd“.

Wintermantel sagte, es sei „richtig, dass die Studierenden deutlich machen, dass ihre Studienbedingungen besser werden müssen und mehr für ihre soziale Sicherung getan werden muss.“ Die Sympathien seien auf der Seite der Protestierenden, solange sie „vernünftige Formen des Protestes“ wählten.

fzs-Vorstandsmitglied Anja Godow bemängelte, es stünden zwar mehr finanzielle Mittel für die Lehre zur Verfügung. Diese gingen aber auf Kosten der Studenten unter Erhöhung der sozialen Selektion im Bildungssystem. Die Proteste sollen am Dienstag in einen bundesweiten Bildungsstreik münden.

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Kommentar, S.4




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