04.08.2012

Elsfleth: Alle drei Kugeln trafen 51-Jährigen

Vorläufiger Obduktionsbericht liegt vor – Mann starb durch Schüsse

FF

ELSFLETH Im Fall des 51-Jährigen, der am Mittwoch in seinem Haus in Moorhausen bei Elsfleth (Landkreis Wesermarsch) von einem Polizisten erschossen wurde, gibt es erste Untersuchungsergebnisse.

Polizist erschießt 51-Jährigen

Wie Staatsanwältin Kathrin Schmelzer am Freitag auf Anfrage der NWZ mitteilte, liegt inzwischen der vorläufige Untersuchungsbericht der Rechtsmedizin vor. Der Leichnam des Mannes weist demnach drei Einschusslöcher auf. „Drei Schüsse haben den Mann getroffen. Das geht aus der Obduktion hervor“, so die Staatsanwältin. Das endgültige Untersuchungsergebnis des Rechtsmedizinischen Gutachtens liege noch nicht vor, so Schmelzer.

Unterdessen laufen die Ermittlungen weiter. Wie berichtet, hatte sich der Vorfall am Mittwochnachmittag ereignet. Ein Mitarbeiter des Landkreises und ein Arzt wollten die Zwangseinweisung des psychisch kranken Mannes überprüfen und fuhren zu dem Haus des Mannes. Zwei Polizisten begleiteten die Männer dabei. Beim Öffnen der Tür war der 51-Jährige sofort mit einem Hammer auf einen Beamten losgestürmt und verletzte ihn am Kopf. Daraufhin griff der zweite Polizist zur Dienstwaffe und feuerte drei Schüsse ab. Wie sich durch die Obduktion jetzt herausstellte, trafen alle drei Schüsse das Opfer und führten zu seinem Tod.

Unterdessen berichteten Medien, dass der 51-Jährige bereits 2006 versucht haben soll, seinen Vater zu erschießen. Diese Darstellung konnte Staatsanwältin Kathrin Schmelzer auf Anfrage am Freitag nicht bestätigen. Die Vernehmung der Zeugen und Auswertung der Spuren läuft zur Zeit noch.

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