Millionenschaden Im Kreis Cloppenburg:
Großbrand zerstört Bauernhof in Essen

Der 49 Jahre alte Besitzer wurde verletzt in ein Krankenhaus gebracht. Er hatte noch versucht, in das bereits brennende Gebäude zu gelangen.

Essen Ein Schaden von mehr als einer Millionen Euro und mehrere verendete Schweine und Rinder sind die erste Bilanz des Großbrandes am Sonnabendnachmittag gegen 13.30 Uhr auf dem Bauernhof von Moormann in Essen-Herbergen.

Schon vom Feuerwehrhaus in Essen führte eine große Rauchwolke die Essener Feuerwehr zum Einsatzort. Als die ersten Einsatzkräfte den Brandort erreichten, war es Ortsbrandmeister Magnus Bäker klar, das weitere Feuerwehren benötigt werden. Über die Einsatzleitstelle in Oldenburg wurden anschließend die Freiwilligen Feuerwehren aus Bevern, Lastrup, Löningen und Cloppenburg nachalarmiert. Insgesamt bekämpften an die 200 Feuerwehrmitglieder mit 26 Einsatzfahrzeugen den Großbrand.

Nach ersten Erkenntnissen war das Feuer in einer Scheuen mit Stroh ausgebrochen. Durch den Wind breitete sich das Feuer schlagartig aus. So gerieten weitere Gebäude bis hin zum Wohnhaus in Brand. Eine der ersten Aktionen war die Rettung von Schweinen und Rinder. Nur unter Verwendung vom schweren Atemschutz konnte die Feuerwehr in die Ställe vordringen. Ein weiterer Schwerpunkt war die Brandbekämpfung. Lange Schlauchleitungen wurden verlegt um ausreichend Löschwasser zur Verfügung zu haben. Wirkungsvoll war auch das Großtanklöschfahrzeug der Freiwilligen Feuerwehr Cloppenburg. Auch der Einsatz der beiden Drehleitern aus Löningen und Cloppenburg konnten allerdings ein Übergreifen auf andere Gebäudeteile nicht verhindern.

Der Besitzer des Bauernhofes versuchte noch in das brennende Gebäude zu gelangen. Dabei zog er sich Verbrennungen im Gesicht zu. Der Notarzt versorgte den Mann und ließ in anschließend in das Quakenbrücker Krankenhaus einweisen. Zwei weitere Rettungswagen der DRK Bereitschaft Löningen und die DRK Bereitschaft Essen waren ebenfalls an der Brandstelle. Da fast alle Gebäudeteile mit Stroh bepackt waren, konnte das Übergreifen des Feuers nicht verhindert werden. Auch der stellvertretende Kreisbrandmeister Berthold Bäker war an der Einsatzstelle und koordinierte die Brandbekämpfung mit den anwesenden Gemeinde- und Ortsbrandmeistern. Hierzu machte sich der neue Einsatzleitwagen des Landkreises Cloppenburg besonders hilfreich. Die Brandbekämpfung zog sich bis in den Abend hinein. Polizeibeamte der Polizeiinspektion Cloppenburg/Vechta nahmen noch an der Brandstelle die ersten Ermittlungen auf.

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