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NWZonline.de Nachrichten Panorama Blaulicht

Große Betroffenheit nach tödlichem Polizei-Schuss

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77-Jähriger In Stadland Getötet:
Warum musste dieser Mann durch Polizeikugel sterben?

Oldenburg/Reitland Die Ermittlungen zum tödlichen Polizeieinsatz am Montag in der Wesermarsch werden noch mehrere Tage andauern. Nach einem Ehestreit war im 200-Einwohner-Dorf Reitland ein 77-Jähriger Mediziner von einem Polizisten erschossen worden.

„Wir hoffen, so exakt wie möglich den Hergang rekonstruieren zu können“, teilte Martin Rüppel, Sprecher der Staatsanwaltschaft Oldenburg, am Dienstag auf Nachfrage der NWZ  mit. Erst dann könne geklärt werden, ob der Tatbestand eines Totschlages vorliegt. Wenn das der Fall ist, müsse geprüft werden, ob der Polizeibeamte einem Angriff ausgesetzt war, den er rechtmäßig mit der Schusswaffe abwehren durfte – aus Notwehr oder, um seinen Kollegen zu schützen, aus Nothilfe.

„Ich kann noch gar nichts sagen, stehe unter Schock“, sagte die Witwe, Liselotte Mattheus-Mauch (65), Dienstag der NWZ. Sie fügte hinzu: „Mein Mann war ein großartiger Arzt und wundervoller Mensch. Er hat Gifte im Alltag aufgezeigt und deutlich gemacht, wie schlimm Deos auf die Brust einwirken. Er war immer seiner Zeit voraus.“

Der 77-Jährige habe kaum Kontakt zur Dorfbevölkerung gehabt, berichtet Gemeindebrandmeister Jörg Wiggers. „Viele haben ihn als jemanden eingeschätzt, der immer verrückte Sachen gemacht hat – zum Beispiel auch bei medizinischen Ratschlägen.“

In der Nachbarschaft sei der Tod des Mediziners auf ungläubiges Staunen gestoßen, sagt Gerd Coldewey. „Er war ein sehr freundlicher Mensch, so dass niemand dergleichen erwartet hat.“

Große Betroffenheit herrscht auch bei der Polizei – wegen der extrem belastenden Situation sowohl für Angehörige des Opfers als auch für die eingesetzten Beamten.

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