Luftraum:
Hubschrauberstaffel bei Ufo-Alarm im Einsatz

Helikopter aus Ammerland kreist bei Suche nach Flugobjekt über Bremen

Auch ein Helikopter aus dem Ammerland hat das rätselhafte Flugobjekt über Bremen gejagt. „Einen solchen Einsatz hatte ich noch nie“, sagt der Pilot.

Bremen/Neusüdende Der Anruf von der Kriminalpolizei Bremen ging am Montag um kurz nach 18.30 Uhr bei der Hubschrauberstaffel Niedersachsen in Neusüdende (Kreis Ammerland) ein. Die Rede war von einem unbekannten Flugobjekt über dem Bremer Airport. „Ich fliege schon seit 25 Jahren, einen solchen Einsatz hatte ich noch nie“, sagte Pilot Alexander Pfirrmann am Dienstag gegenüber dieser Zeitung.

75 Minuten kreiste der Polizei-Hubschrauber über der Bremer Innenstadt. „Wir sind sehr gut ausgerüstet mit Nachtsichtbrillen und Wärmebildgerät, aber über der Innenstadt war sehr viel Licht und wir hatten keinerlei Höhen-Informationen“, so Pfirrmann. Ab und zu habe er etwas gesehen, was verdächtig hätte sein können, aber genau ausmachen konnte man es nicht.

Das fliegende Etwas schwirrte nach Angaben der Flugsicherung zunächst im Anflugbereich des Flughafens herum. „Danach hat sich das Objekt Richtung Stadt zurückgezogen“, sagte die Sprecherin der Deutschen Flugsicherung, Anja Naumann. Auch über dem Dom sei es gesichtet worden. Derzeit sei noch nicht einmal klar, ob es ein bemanntes oder unbemanntes Objekt war. Am Flughafen wurde aus Sicherheitsgründen eine Maschine aus München nach Hannover umgeleitet, ein Flug aus Frankfurt gestrichen, ein Flieger aus Paris musste kurze Zeit in der Luft ausharren, ehe er landen konnte. „Alles in allem hat es zwei Stunden gedauert und dann war der Spuk vorbei.“

Woher das Flugobjekt kam und was es genau war, ist bislang völlig offen. Auch der Grund, weshalb es auf dem Radar nur kurz aufflackerte, ist bislang unklar. „Entweder war es zu klein oder – was ich jetzt nicht unterstellen möchte – es wurde aktiv unterdrückt“, so Naumann.

Die Polizei ermittelt wegen eines gefährlichen Eingriffes in den Luftverkehr. „Das ist eine Straftat und kann mit einer Geldstrafe oder bis zu fünf Jahren Gefängnis bestraft werden“, sagte Polizeisprecher Nils Matthiesen. Bei der Aufklärung sind die Beamten auf Zeugen angewiesen: „Wer hat ein Objekt aufsteigen sehen? Wer hat Fotos gemacht?“

Für Polizei und Flugsicherung ist der Fall etwas Neues. „Das gab es in dieser Form noch nicht“, sagte Matthiesen. Es würden zwar immer mal wieder Objekte am Himmel gesichtet, aber solche Auswirkungen habe es bislang nicht gegeben.

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Leserkommentare

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  MichaelReins 08.01.2014, 11:19:47
Ein paar Recherchen zeigen, das es bereits früher in dieser Gegend um Bremen Sichtungen gab:
Am 13. auf den 14. Januar 1980 wurde im Raum Garlstedt (seinerzeit US Militärstützpunkt) zwischen 23:55 und 05:00 ein Ufo, das sich sehr langsam bewegte und mit diversen bunten Lichtern ausgestattet war, gesichtet und der Polizeistation in Osterholz gemeldet. Aufgrund dieses Vorkommnisses wurde NATO-Alarm ausgelöst.

Ebenso wurde im Umkreis von Wildeshausen zur Zeit der "UFO-Welle" in Belgien (1989-1992) im Jahre 1992 ein UFO gesichtet, von Polizeibeamten sowie von Zivilpersonen gesehen und zu Protokoll gegeben.

Und sicher wird man zu diesem Zweck auch die Flugsicherung Bremen in Anspruch genommen haben, um Klärung zu bekommen.
Ergo: es ist nichts neues.

Über die Autoren

Norbert Wahn

Redakteur
Politikredaktion
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Hubschrauberstaffel bei Ufo-Alarm im Einsatz
Auch ein Helikopter aus dem Ammerland hat das rätselhafte Flugobjekt über Bremen gejagt. „Einen solchen Einsatz hatte ich noch nie“, sagt der Pilot.
http://www.nwzonline.de/blaulicht/hubschrauberstaffel-bei-ufo-alarm-im-einsatz_a_11,5,1309117879.html
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