OLDENBURG, 11. Dezember 2010


Mit Gymnastikkeule erschlagen

Kriminalität Anklage gegen 43-jährigen Beschuldigten – Tatwaffe lag in Werkstatt


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Genaue Untersuchungen: Lange Zeit ermittelte die Moko Berne im Wohn- und Geschäftshaus des Opfers an der Langen Straße. BILD: Lukas Lehmann  Bild vergrößern

Der Beschuldigte habe mit Tötungsvorsatz gehandelt, sagt die Staatsanwaltschaft. Vorher hätte er versucht, an Geld zu gelangen.

von Friederike Kloth

Oldenburg - Der Mord am Berner Kaufmann Friedrich Harmsen hielt die Mordkommission wochenlang in Atem.

Am Freitag erhob die Staatsanwaltschaft Oldenburg nun gegen den mutmaßlichen Täter, einen 43-jährigen Berner, Anklage wegen Mordes. Er soll mit einer hölzernen Gymnastikkeule mehrfach auf den Kopf des 86-Jährigen eingeschlagen haben. Harmsen starb in seinem Geschäft an seinen schweren Verletzungen. Er wurde am nächsten Tag von Mitarbeitern des Rathauses aufgefunden.

Vorangegangen war der Tat laut Auskunft der Staatsanwaltschaft der Versuch des Beschuldigten, mit einem gefälschten Überweisungsträger 18 763 Euro vom Konto des Opfers auf sein eigenes Konto überweisen zu lassen. Um diese Tat zu verdecken und um weiteres Bargeld zu erlangen, habe der mutmaßliche Täter sein Opfer mit Tötungsvorsatz aufgesucht, so der zuständige Staatsanwalt. Das Tatwerkzeug und ein Portemonnaie des Opfers wurden später in einer Werkstatt gefunden, die der 43-Jährige nutzte. Die Polizei hatte ihn einige Wochen nach dem Mord festgenommen. Er hatte sich durch falsche Zeugenaussagen selbst in den Fokus der Ermittler gerückt und befindet sich seit seiner Festnahme in Untersuchungshaft. Während der Ermittlungen hatte die Moko Berne vor allem auf Hinweise aus der Bevölkerung gehofft. Es wurde eine Belohnung von 5000 Euro ausgesetzt. Mit einer Eröffnung des Verfahrens gegen den Beschuldigten am Landgericht Oldenburg kann in einigen Wochen gerechnet werden.



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