BOCKHORN, 12. September 2011


Bockhorn verwandelt in Weser-Stadion

Marktumzug Spiekermanns letzte Markteröffnung als Bürgermeister – Party-Stimmung


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Gut gelaunt zogen am Sonnabend 33 Wagen- und Fußgruppen durch die Bockhorner Straßen. BILD: Kai Hippen  Bild vergrößern

Der Heimatring hatte wieder einen prächtigen Umzug vorbereitet. Zum 63. Bockhorner Markt schien natürlich wieder die Sonne.

von Kai Hippen

Bockhorn - Am Sonnabend beim Festumzug zum Bockhorner Markt ging es hoch her, Tausende von Zuschauern standen an den Straßen, 33 Wagen- und Fußgruppen zogen durchs geschmückte Dorf, begleitet von sechs Musikzügen. „Bockhorn ist heute der Nabel der Welt“, verkündete an der Lange Straße Markt-Moderator Peter Wegener, „das sieht ja hier aus wie im Weser-Stadion“. Er begrüßte unter den Zuschauern mit dem 99jährigen Gustav Brunken auch den ältesten Bockhorner Bürger.

Angeführt wurde der Umzug von der Metznerschen Kutsche, darin als Fahrgäste Werner Harms und Hartmut Hinrichs vom Heimatring Bockhorn, der den Umzug organisiert hatte, Landrat Sven Ambrosy und Bürgermeister Ewald Spiekermann bei seiner letzten Parade vor der Amtsübergabe an seinen Nachfolger.



Party-Stimmung schon vor der offiziellen Markt-Eröffnung war das Motto, fröhlich wurde auf vielen Wagen gefeiert. Die Osterforder waren stark vertreten mit ihren Umzugswagen vom Sommerfest, die Bredehorner sangen: „Egal, ob Bulgarien oder Malle, feiern können wir im Bierkönig alle“. Die „Piraten der Dächer“ kamen aus Altjührden, die „Powerfrauen“ forderten: „Liebt euch, anstatt euch zu bekämpfen“, Sven feierte seinen Junggesellenabschied, und erneut hieß die Parole: „Es jubeln die Mutti und der Vati, in Bockhorn ist wieder Party“.

Die „Strickfrauen“ hatten sich die kommunale Politik aufs Panier geschrieben, diesmal die in Varel: „Debatten, dass die Funken fliegen, man kann Gesetze auch verbiegen“. Oder: „Sprühen in der Politik die Funken, ist man mal oben und mal unten.“

Diesmal gab es nach Auskunft der Feuerwehr keine großen Zwischenfälle, nur ein Musikant musste versorgt werden, er hatte in der schwülen Hitze einen Schwächeanfall erlitten. Nach dem Umzug ging es sofort auf dem Markt weiter, schon eine halbe Stunde vor der offiziellen Eröffnung gingen die ersten heißen „Berliner“ in Massen über die Theken. Dichtumlagert waren dann die Fahrgeschäfte mit dem „Beach Jumper“, bis spät in die Nacht wurde am Sonnabend gefeiert. Am Sonntag folgten Flohmarkt und Frühschoppen, und dann nutzten viele Bürger den Gang in die Wahlkabinen mit einem Besuch auf dem 63. Bockhorner Markt.

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