HAMBURG, 30. Januar 2012


Ex-Weltmeister Jürgen Brähmer meldet sich zurück

Boxen Comeback nach 21 Monaten Pause – Sieg durch technischen K.o. in der vierten Runde


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Jürgen Brähmer (rechts) gelang gegen den Spanier José Maria Guerrero ein beeindruckendes Comeback. BILD: DPA  Bild vergrößern

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Hamburg - Ex-Weltmeister Jürgen Brähmer hat sich nach 21 Monaten Pause spektakulär im Boxring zurückgemeldet. Der ehemalige Weltmeister aus Schwerin bezwang den Spanier José Maria Guerrero bei der „Fight Night“ des Universum-Boxstalls im Ballsaal des Hamburger Hotels Grand Elysée durch technischen K.o. in der vierten Runde. „Das ist ein schönes Gefühl. Für die kurze Vorbereitung war ich gar nicht so schlecht in Form“, sagte Brähmer nach dem 30. vorzeitigen Sieg im 37. Kampf.

Der Schützling von Trainer Michael Timm setzte seinen Gegner vom ersten Gong an unter Druck. Mit einer gnadenlosen Präzision in seinen Schlägen brach Brähmer seinem spanischen Gegner bereits in der ersten Runde die Nase und prügelte ihn anschließend vier Runden lang durch den Ring. Dann war das linke Auge des Spaniers so zugeschwollen, dass er kampfunfähig war.

„Wenn einer so stark blutet, ist das sicher nicht so angenehm. Was er weggeschluckt hat, mein lieber Schwan“, sagte der 33-Jährige. „Ich habe ja gesehen, wo er angeschlagen war. Und dann hau’ ich da halt wieder drauf.“

Insgesamt lieferte Brähmer ein überzeugendes Comeback ab. Der Halbschwergewichtler ließ immer wieder seine alte Klasse aufblitzen, schlug schnelle und elegante Kombinationen und beeindruckte besonders durch sein hervorragendes Auge. „Es hat Spaß gemacht, ihm zuzuschauen. Der Ringrost ist abgeschüttelt, er war sehr variabel“, sagte Trainer Michael Timm.

So souverän und gereift wie im Ring präsentierte sich der einst als „Jahrhunderttalent“ gepriesene Brähmer auch nach dem Kampf. In sich ruhend analysierte er seine Leistung und richtete dann den Blick nach vorn. „Ende des Jahres will ich um die WM kämpfen. Wenn das so weiter geht, wird das ein schönes Jahr für mich“, sagte Jürgen Brähmer, dem im April 2011 sein Titel nach Version der WBO aberkannt worden war, nachdem er drei Kämpfe in Serie abgesagt hatte.

Aber bis zu einem Titelkampf „muss ich noch schneller auf den Beinen und beweglicher im Oberkörper werden. Ich muss noch hart arbeiten“, so Brähmer. Er machte sogar Scherze über seine kleinen Schwächen im Infight. „Das kann ich noch nicht so gut und wollte es deshalb trainieren.“

Ob er zu einem möglichen WM-Kampf noch für seinen Hamburger Stall Universum antreten wird, ließ er offen. „Ich bin vertraglich noch einen Kampf an Universum gebunden, danach sehen wir weiter.“ Sein nächster Kampf ist bereits für Ende März oder Mitte April geplant.

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