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NWZonline.de Region Bremen

Bluttat: Schulangestellter greift mutig ein

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Gewalt:
Bluttat: Schulangestellter greift mutig ein

Bremen Die Staatsanwaltschaft hat gegen einen 40 Jahre alten Mann, der seine Ex-Frau am Donnerstagmittag auf dem Hof der Grundschule Ellenerbrokweg in Osterholz niedergestochen haben soll, Haftbefehl wegen versuchten Mordes beantragt. Das bestätigte Staatsanwalt Frank Passade am Freitag. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Mann Tötungsabsicht vor.

Die 32-jährige Frau wurde durch die Stiche lebensgefährlich verletzt. Sie musste notoperiert werden. Den Angaben nach ist ihr Zustand weiterhin sehr kritisch. Wenn sie überlebt, hat sie das dem beherzten und selbstlosen Eingreifen eines Schulangestellten zu verdanken, betonte Passade. Ohne Rücksicht auf mögliche eigene Verletzungen, ging der Mann dazwischen, als der 40-Jährige vor den Augen der beiden Kinder (sechs und sieben Jahre alt) mehrfach auf seine Ex-Frau einstach. Dem mutigen Helfer, so Passade, gelang es, den Angreifer zu überwältigen und bis zur Festnahme durch die sofort alarmierte Polizei festzuhalten. Auch eines der Kinder soll versucht haben, der Mutter zu helfen.

Während die Ärzte in einer Klinik um das Leben der Frau kämpften, wurde ihr Ex-Mann zur Vernehmung gebracht. Er verweigert bislang die Aussage. Durch weitere Ermittlungen haben Polizei und Staatsanwaltschaft Aussagen zum Ablauf der Bluttat erhalten. Danach soll der Mann zur Grundschule gegangen sein, um mit seinen beiden Kindern zu sprechen. Insgesamt hat das türkische Paar – das seit Oktober 2012 geschieden ist und getrennt in Bremen lebt – fünf Kinder. Mit den Sechs- und Siebenjährigen hatte der Vater ein Umgangsrecht. Die Schulleitung informierte den Angaben nach beim Auftauchen des Mannes die Ex-Frau. Bei dem Gespräch mit ihr soll es dann zum Streit und zu den lebensgefährlichen Messerstichen gekommen sein.

Erst am 17. Februar war eine Verfügung des Amtsgerichtes von August 2012 ausgelaufen, nach der dem 40-Jährigen die Kontaktaufnahme zur Ex-Frau untersagt war, so Passade. Eine Verlängerung der Verfügung hatte die Frau nicht beantragt.

Die Kinder sollen in der Obhut des Jugendamtes sein. Laut Staatsanwalt ist der Täter in den vergangenen Jahren mehrfach polizeilich aufgefallen wegen Drogen- und Eigentumsdelikten. Zudem sei er wegen Körperverletzung vorbestraft.

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