Umnutzung -
Ein neues Stückchen Stadt entsteht

Auf der Brache in Horn-Lehe soll das „Mühlenviertel“ entwickelt werden

Nach zehn Jahren Tristesse wird auf dem Gelände bald neues Leben einziehen. Ein zweistelliger Millionenbetrag soll investiert werden.

BREMEN Es ist ein gewaltiges Projekt. Sieben Hektar sollen bebaut werden – im geographischen Mittelpunkt von Horn-Lehe neben der Mühle. Die Telekom-Brache wird mit neuem Leben erfüllt und zum „Mühlenviertel“ entwickelt. Nach gefühlten Ewigkeiten. Nach weit mehr als zehn Jahren Tristesse. Dabei werden einige Millionen Euro bewegt.

Konkrete Zahlen werden nicht verraten. Jens Lütjen, geschäftsführender Gesellschafter der federführenden Immobilienberatungsgesellschaft Robert C. Spies, spricht von einem Investitionsvolumen in „einem deutlich zweistelligen“ Millionenbereich. Und von einem „siebenstelligen Abrissauftrag“.

Die Zahlen fehlen, die Fakten liegen auf dem Tisch. Besser gesagt: Die Verträge sind Ende 2011 unterzeichnet worden. Käufer des 70 000 Quadratmeter großen Areals sind die beiden Unternehmen Koenen Bau und Bauatelier Nord, Verkäufer ist die Telekom. Für die Umsetzung des Projekts haben die Bauunternehmen die Domoplan gegründet, in die als Vermarkter der rund zwei Hektar großen Gewerbeflächen des Areals die Firmengruppe Niendorf eingestiegen ist.

Die Telekom-Brache an der Leher Heerstraße sei seit Jahren ein Dauerthema im Horner Beirat, sagt Ortsamtsleiter Wolfgang Ahrens zum „Mühlenviertel“. „Die Fläche hatte Zeit sich auszuruhen“, formulierte es Senatsbaudirektor Franz-Josef Hoeing diplomatisch. „In Stadtplanung und im Städtebau ticken die Uhren anders“, fuhr er fort. Letztlich habe wohl der Trend zur Rückkehr in die Stadt den Planern „Wind in die Segel geblasen“.

Und dann ging alles sehr zügig. Die Telekom gab ihren Maklern grünes Licht für den Verkauf. „Das war ein schneller Ritt“, sagte Lütjen.

Die Tinte unter den Verträgen ist trocken. Bald sollen die Bagger anrollen und das ehemalige Schulungszentrum der Telekom sowie diverse Verwaltungsgebäude abreißen. Ein halbes Jahr veranschlagt Ulrich Koenen (Koenen Bau) dafür. Ende 2013 sollen die ersten Häuser fertiggestellt sein. Wie viele es werden, steht noch nicht fest. Kalkuliert wird für das „Mühlenviertel“ mit rund 300 Einwohnern, die dann in Reihenhäusern und Mehrfamilienhäusern im Eigentum und zur Miete wohnen sollen.

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