Leck im Dach stoppt Radfahrer
SIXDAYS Abbruch am Sonnabend – Sonntag planmäßiger Start – Neuer Modus
VON OLAF ULBRICH
Bremen - Alles wieder auf Null heißt es beim 46. Bremer Sechstagerennen. Zwar sicherten sich am Sonntag die Niederländer Danny Stam und Leon van Bon die Gesamtführung. Sie liegen mit einer Runde Vorsprung vor den großen Favoriten Bruno Risi/Franco Marvulli (Schweiz) und Robert Bartko/Iljo Keisse (Potsdam/Belgien) vorn.
Doch den ersten Platz können sie an diesem Montag in der Bremen-Arena schnell wieder los werden. Denn am Tag vor dem Finale am Dienstagabend (22.35 Uhr) läutet der Sportliche Leiter Patrick Sercu das Handicap-Rennen ein. Dabei müssen die führenden Duos mit einem Rundenrückstand ins Rennen gehen.
Sercu brummte Risi/Marvulli und Bartko/Keisse je sechs Runden auf. Van Bon/Stam müssen fünf Runden gutmachen. Nur die Letztplatzierten Sebastian Siedler/Christian Bach starten in der Nullrunde.
„Das bringt noch einmal zusätzlich Spannung“, begründet der Belgier: „Die Favoriten müssen richtig kämpfen, wenn sie das Rennen gewinnen wollen, weil sie sich ihren verlorenen Vorsprung zurückholen müssen.“ Bereits in den 70er Jahren war das Handicap-Rennen fester Bestandteil in Bremen.
Ganz andere Probleme hatte Veranstalter Frank Minder am Sonnabendabend. Kurz vor Mitternacht tropfte plötzlich Wasser auf die Kurve vor Start und Ziel. Es sickerte durch ein Loch in der Dachkonstruktion der Halle.
Auch nachdem 70 Helfer das 4000 Quadratmeter große Dach vom Schnee befreit hatten, hörte das Tropfen nicht auf. Zunächst versuchten die Mitarbeiter, die Bahn mit Wischern wieder trocken zu bekommen. Schließlich sagte Minder die zweite Große Jagd des Abends aber ab. „Wir wollten die Gesundheit der Fahrer nicht gefährden“, begründete der 63-Jährige.
Am Sonntag leitete eine Bau-Konstruktion dann das Tauwasser vom Dach über die Bahn hinweg in den Innenraum um. Das Rennen wurde planmäßig fortgesetzt.
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