BREMEN, 19. Januar 2010


Bremer Sechstagerennen rettet sich über die Runden

RADSPORT Veranstalter zieht positives Fazit – Zahl der Zuschauer bleibt gleich


Bremen - Das Bremer Sechstagerennen hat sich über die Runden gerettet. „Unser Konzept ist aufgegangen“, zog Veranstalter Frank Minder am Montag eine erste Bilanz. Lange Zeit war ungewiss, ob das Traditionsrennen überhaupt eine Zukunft hat.

Die Große Finaljagd an diesem Dienstag (22.35 Uhr) kann sich der 63-Jährige wieder gelassen ansehen. Denn Minder ist sich nun sicher: „Auch 2011 wird es ein Sechstagerennen in Bremen geben.“ Grund dafür ist die gute Zuschauer-Resonanz in diesem Jahr.

„Wir werden aller Voraussicht nach die Zuschauerzahl des Vorjahres erreichen“, sagte Minder. 2009 kamen an den sechs Tagen insgesamt 128 000 Gäste – damals ein Minusrekord. Hinzu kommt, dass die Zuschauerzahl angesichts zahlreicher verteilter Ehren- und Freikarten nicht gleich der Verkaufszahl ist.

Damit, dass auch 2010 erneut ähnlich viele Besucher kommen, hat Minder anscheinend nicht gerechnet. Deshalb hatte er vorher – verbunden mit einer Rücktrittsdrohung – eine Ausfallbürgschaft in Höhe von 200 000 Euro vom Senat gefordert, um das Rennen zu retten. Damit blitzte der Kaufmann bei den Politikern angesichts der komplizierten Haushaltslage der Hansestadt jedoch ab.

Von einer Finanzspritze ist nun nicht mehr die Rede. „Die Leute haben durch Abstimmung mit den Füßen bewiesen, dass sie das Bremer Sechstagerennen wollen“, sagte Minder – vor allem wegen des Showprogramms, das in diesem Jahr noch einmal aufgepeppt worden war.

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„Wir mussten etwas machen“, gab er zu, betonte jedoch: „Der Radsport steht immer noch im Mittelpunkt.“ Damit widersprach Minder energisch dem Vorwurf, Sechstagerennen seien nicht mehr zeitgemäß. „Das ist doch Quatsch“, kommentierte er diese Aussage, mit der die Münchner Veranstalter ihre Absage begründeten.

Mehr Infos unter www.NWZ online.de/sechstagerennen


 



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