Bruno Risi gewinnt Abschiedsrennen in Bremen
RADSPORT Schweizer setzt sich mit Partner Marvulli durch – Ehemalige Weggefährten stehen Spalier
Bremen - Zum Abschied zeigte er noch einmal, was er trotz seiner 41 Jahre drauf hat: Bruno Risi hat an der Seite seines Schweizer Landsmanns Franco Marvulli das 46. Bremer Sechstagerennen gewonnen.
Am späten Dienstagabend setzte sich der „Alpenexpress“ mit 419 Punkten vor den rundengleichen Robert Bartko/Iljo Keisse (Potsdam/Belgien, 411) und Leif Lampater/Christian Grasmann (Rosenheim/Irschenberg, 329, eine Runde zurück) durch.
Für Risi, der mit dem sechsten Triumph in Bremen insgesamt 61 Sechstage-Siege herausfuhr, war es das letzte Rennen in Deutschland. Nach den Sixdays in Kopenhagen (4. - 9. Februar) beendet Olympiazweite von Athen 2004 und fünffache Weltmeister seine Karriere. „Ich habe genug von der Quälerei“, sagte er augenzwinkernd.
Der Abschied fiel dem Publikumsliebling vor 10 000 Zuschauern in der Bremen-Arena sichtlich schwer. „Die Kumpels und Freunde werde ich vermissen“, sagte Risi mit Tränen in den Augen. Zahlreiche Weggefährten aus 19 Jahren Profisport standen ihm Spalier, als er zum letzten Mal an die Startlinie rollte.
„Bruno ist im Laufe der Jahre trotz unserer vielen Kämpfe auf der Bahn ein guter Freund geworden“, sagte Stam: „Ich werde ihn vermissen.“ Auch Bremens Sportlicher Leiter Patrick Sercu zitterte die Stimme: „Ich kann im Moment nur sagen: Bruno ist nicht zu ersetzen.“
Ein Nachfolger ist nicht in Sicht. Typen wie er, einst Eddy Merckx, Peter Post, Rudi Altig oder Patrick Sercu, seit 25 Jahren Sportlicher Leiter in Bremen, gibt es nicht mehr. Selbst die besten deutschen Bahnprofis Leif Lampater, Eric Mohs oder Marcel Barth sind nur Experten ein Begriff.
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