BREMEN, 12. Januar 2012


Rasantes Rennen um Rundengewinne

Radsport Diesen Donnerstag startet 48. Bremer Sechstagerennen – Zwölf Teams kämpfen um den Sieg


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Im Schleudergriff: Der Schweizer Radprofi Franco Marvulli (links) gibt seinem Partner Alexander Aeschbach mit der Hand Schwung.In Bremen fährt Marvulli mit Marcel Kalz. BILD: dpa  Bild vergrößern

Titelverteidiger Robert Bartko sitzt eine starke Konkurrenz im Nacken. Erstmals starten auch wieder die U-23-Fahrer.

von Olaf Ulbrich

Bremen - Die Kampfansage kam schon kurz vor Weihnachten: „Ich kann mir gut vorstellen, dass wir das Rennen gewinnen.“ Mit viel Selbstvertrauen geht Radprofi Robert Bartko in das 48. Bremer Sechstagerennen, das an diesem Donnerstag (20.30 Uhr) in der ÖVB-Arena angeschossen wird. An der Seite des Niederländers Peter Schep will der 36-jährige Potsdamer seinen Vorjahressieg wiederholen.

Dass sein routinierter Partner mit 34 Jahren erstmals auf der schwer zu fahrenden Bahn in Bremen antritt, sieht Bartko nicht als Nachteil an: „Alle haben zu Beginn ihre Probleme. Außerdem hat Peter so viel Erfahrung, da wird das kein Handicap sein.“

Doch das 166 Meter lange Oval hat es in diesem Jahr besonders in sich – selbst für die ganz erfahrenen Profis. Denn erstmals sind in den 5,20 Meter hohen und 51 Grad steilen Kurven Holzplatten anstatt -latten verbaut worden. „Das macht die Bahn noch glatter und damit noch schneller“, erklärt Sixdays-Projektleiter Peter Rengel.

Zu sicher sollten sich Bartko/Schep also nicht sein. Zumal ihnen die Konkurrenz im Nacken sitz. Vor allem der Schweizer Franco Marvulli, Bremen-Sieger von 2010, schickt sich an, gemeinsam mit Marcel Kalz aus Berlin den Sieg zu erringen. „Marvulli ist in Top-Form“, weiß Erik Weispfennig.

Der Sportliche Leiter, der als Nachfolger von Patrick Sercu erstmals in Bremen das Sagen hat, stellte dem ehrgeizigen Marvulli in Kalz einen starken Partner an die Seite. „Er ist in den Jagden sehr stark und damit ein optimaler Partner“, sagt der 42-jährige Ex-Profi. Bei dem Herzstück des Sechstagerennens ist es das Ziel, das Feld zu überrunden und damit Rundengewinne herauszufahren. Die Fahrer der Zweierteams dürfen sich während der 30 oder 45 Minuten beliebig oft ablösen.

Auf die Jagden setzen besonders Christian Grasmann (München) und der Pole Rafal Ratajczyk. Grasmann kann mit seiner Ausdauer das Tempo hochhalten, Ratajczyk durch seine Sprintstärke für die Punkte sorgt. „Sie haben eine echte Außenseiterchance“, meint Weispfennig.

Ganz oben auf der Rechnung hat der Sportchef auch Leif Lampater (Irschenberg) und Iljo Keisse. „Iljo ist wahnsinnig gut zurückgekommen“, sagt Weispfennig über den Belgier, der im vergangenen Januar wegen einer Dopingsperre nicht in Bremen fahren durfte. Keisse wurde 2011 Europameister im Madison und gewann in dieser Saison bereits die Sixdays in Amsterdam und Grenoble.

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Nach mehrjähriger Abstinenz starten in Bremen wieder die U-23-Fahrer. „Es ist wichtig, dass sie die Möglichkeit haben, sich auf der internationalen Bühne zeigen zu können“, begründete Weispfennig: „Das ist der Pool für die Zukunft.“ Zudem stehen für die Zuschauer attraktive Sprintrennen sowie am Sonnabend eine Frauen-Konkurrenz auf dem Programm.

 @ Infos: http://www.NWZonline.de/bremer-sechstagerennen




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