Bartko/Schep gewinnen Bremer Sixdays
Radsport Duo aus Holland und Berlin triumphiert bei 48. Sechstagerennen – Marvulli/Kalz Zweite
von Olaf Ulbrich
Bremen - Der Titelverteidiger Robert Bartko (Potsdam) und sein niederländischer Partner Peter Schep haben am späten Dienstagabend das 48. Bremer Sechstagerennen gewonnen. Sie waren in einem furiosen Finale das einzige Team in der Nullrunde. Eine Runde zurück wurden Franco Marvulli (Schweiz) und Marcel Kalz aus Berlin (318 Punkte) Zweite. Auf Platz drei kamen mit 291 Punkten Leif Lampater (Irschenberg) und Iljo Keisse (Belgien), die aber auch eine Runde zurück lagen.
Die letzte große Jagd bildete den Abschluss einer der schnellsten Bremer Sixdays-Veranstaltungen überhaupt. „Da in den Steilkurven nicht mehr Holzlatten, sondern -platten verlegt worden waren, ist der Rollwiderstand geringer. Deshalb ist auch die Endgeschwindigkeit höher“, begründete der Sportliche Leiter Erik Weispfennig.
Die 24 Radprofis waren auf der 166 Meter langen Holzbahn mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von knapp über 50 Stundenkilometern unterwegs. In den rund 50 Stunden an den sechs Tagen legten die Fahrer etwa 5900 Runden und insgesamt 980 Kilometer zurück.
Die neuen Ausrichter um die Bremer Veranstaltungs- und Event GmbH sowie die städtische Wirtschaftsförderung Bremen (WFB) zeigten sich mit dem Publikumsinteresse „insgesamt zufrieden“. Mit reduzierten Eintrittspreisen, einem moderneren Party-Programm und einem umfangreicheren Sportangebot mit zusätzlichen Sprint-, Nachwuchs- sowie Frauenrennen sollten vor allem junge Leute und Radsport-Fans in die ÖVB-Arena gelockt werden. „Unser Konzept ist aufgegangen“, bilanzierte WFB-Geschäftsführer Hans Peter Schneider am Dienstagabend.
Doch ob die 48. Auflage auch einen finanzieller Erfolg war, wird sich erst in den nächsten Tagen herausstellen. „Ob wir die Gewinnzone erreichen, ist nicht sicher“, gab Sixdays-Macher Theo Bührmann jr. zu.
Kalkuliert hatten die Ausrichter mit 50 000 Gästen. „Dieses Ziel haben wir erreicht“, sagte Schneider. Insgesamt seien 20 000 Karten verkauft worden. „Hinzu kommen 2500 VIP-Tickets und 2500 verkaufte Karten an der Abendkasse, die sehr gut war“, rechnete Schneider vor. Insgesamt 25 000 Zuschauer hätten Sponsoren-Freikarten genutzt.
Die Veranstalter kündigten an, auch im Jahr 2013 wieder ein Rennen austragen zu wollen. „Wir haben den Neustart geschafft. Es war nicht das Ende, sondern ein Anfang“, betonte Schneider. Damit scheint die Traditionsveranstaltung gerettet.
@ Infos: http://www.NWZonline.de/bremer-sechstagerennen
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