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NWZonline.de Region Bremerhaven

„Minden“ rettet Babys aus Boot

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Flüchtlinge Im Mittelmeer:
Bremerhavener rettet Babys aus Schlauchboot

Bremerhaven Ohne sie würde die Zahl der ertrunkenen Flüchtlinge im Mittelmeer vermutlich noch viel höher sein: Der wieder aktivierte Seenotrettungskreuzer „Minden“, den ein Frachtschiff Anfang März „huckepack“ von Bremerhaven aus in die Ägäis transportierte, ist dort nicht nur wohlbehalten angekommen. Seit dem 7. März fährt das hochseetaugliche Schiff auch einen Einsatz nach dem anderen. Das Kommando auf der Brücke hat der Bremerhavener Ulrich Fader.

Mit Fader (52) verfügt die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DRzRS) über einen ganz besonders erfahrenen Experten. Fader ist eigentlich Vormann des Bremerhavener Rettungskreuzers „Hermann Rudolf Meyer“. Dort muss man gegenwärtig ohne Fader auskommen, denn er befehligt die „Minden“ – und das offenbar mit großem Erfolg.

Wie berichtet, bargen die Helfer gleich beim ersten Einsatz am 7. März 57 Flüchtlinge aus einem völlig überfüllten Schlauchboot. Einsatzreichster Tag war nach Angaben der DGzRS der vergangene Sonnabend. Unter der Führung der griechischen Küstenwache brachte die „Minden“ 165 Menschen in Sicherheit. Darunter waren sechs Säuglinge im Alter von weniger als drei Monaten.

Oft sind komplette Familien an Bord der seeuntüchtigen Flüchtlingsboote. „Viele sind komplett durchnässt. Immer wieder müssen wir Flüchtlinge medizinisch versorgen. Sie haben Kreislaufzusammenbrüche oder andere Erkrankungen“, berichtete Vormann Ulrich Fader.

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