Werder Bremen sucht nach Alternativen
Fußball Trainer Thomas Schaaf plant mit Zugang Francois Affolter – Einsatz von Arnautovic gefährdet
Könnte an der Seite von Zugang Francois Affolter in den Innenverteidigung spielen: Bremens Sokratis (links, im Hinspiel im Zweikampf mit Leverkusens André Schürrle) BILD: dpa 
von Stefan Freye
Bremen - Aus dem Flieger direkt auf den Platz: Der Einstand von Francois Affolter könnte einer der schnellsten in der Geschichte von Werder Bremen werden. Erst am Mittwoch war der Innenverteidiger vorgestellt worden. Nun gilt er als Kandidat für die Startelf des Fußball-Bundesligaspiels gegen Bayer Leverkusen an diesem Sonnabend (15.30 Uhr). Jedenfalls nutzte Werder-Trainer Thomas Schaaf am Donnerstag noch einmal die Gelegenheit, auf die Vorzüge des 20-Jährigen hinzuweisen: „Er ist ein Mann mit Erfahrung, so weit man das in seinem Alter schon sagen kann.“
Über internationale Einsätze verfügt Affolter jedenfalls. In der Schweizer U-21-Elf gilt er als feste Größe und vier Mal lief Werders neue Nummer drei im A-Nationalteam der Eidgenossen auf. Also dürften auch Ottmar Hitzfeld die Attribute des 1,88 Meter großen Akteurs überzeugt haben. „Er hat eine gute Eröffnung, verfügt über Schnelligkeit und Zweikampfstärke“, so Schaaf.
Mit den Worten über den Zugang hatten sich die positiven Nachrichten aber auch erschöpft. Ansonsten ist die Personallage vor dem Spiel gegen den Tabellennachbarn wenig erfreulich. Am Mittwoch hatte Marko Arnautovic das Training vorzeitig beenden müssen. Den Angreifer plagt eine Verletzung des Bauchmuskels. Ob er gegen Leverkusen dabei ist, müsse man abwarten, sagt Schaaf. Mit Sebastian Prödl und Lukas Schmitz werden gegen Bayer in jedem Fall zwei Kicker fehlen, die beim 0:0 in Kaiserslautern dabei waren. Zudem setzen die weiter verletzten Naldo, Marko Marin und Aaron Hunt noch aus.
In einer solchen Situation wünscht man sich Kicker, die bereit stehen. Aber auch in dieser Hinsicht läuft derzeit nicht alles rund bei Werder. Sebastian Boenisch bezeichnet sich selbst schon als Kandidaten für das Bayer-Spiel. Aber da hat der Trainer seine Zweifel. Immerhin beweist Boenisch Ehrgeiz. Das kann man derzeit nicht allen Kickern im Werder-Kader attestieren. So genügten zuletzt Florian Trinks, Lennart Thy und auch Wesley den Anforderungen nicht.
„Die Erwartungen sind groß, auch von den Spielern selbst. Dann muss man sie eben auch nachweisen“, so der Trainer. Ob er Sonnabend auf einen der drei setzt, wird sich im Abschlusstraining zeigen. Gebrauchen könnte er sie – aber nur in Normalform.
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