Bremer wollen sich beweisen
Fußball Werder trifft an diesem Sonnabend auf direkten Verfolger Leverkusen
Zlatko Junuzovic (rechts, im Europa-League-Spiel gegen Ljubljana) wechselt von Austria Wien zu Werder. BILD: dpa 
von Stefan Freye
Bremen - Es ist das Duell um Platz fünf der Fußball-Bundesliga: Werder, derzeit das Team hinter dem Führungsquartett, empfängt in Bayer Leverkusen an diesem Sonnabend (15.30 Uhr) seinen direkten Verfolger. Mit einem Sieg könnten die Rheinländer den fünften Rang von Bremen übernehmen. Das wollen die Hanseaten verhindern, und immerhin ist die Stimmung an der Weser auch noch ein bisschen besser als bei den Gästen.
Ein bisschen, das muss man betonen. Denn restlos überzeugend war der Rückrundenauftakt beim torlosen Remis in Kaiserslautern ja nicht. „Wir hätten bei Ballbesitz mehr machen und die Räume besser nutzen müssen“, dachte Thomas Schaaf am Freitag an den vergangenen Spieltag zurück.
Andererseits meinte der Trainer, auch „viel Positives“ in Kaiserslautern gesehen zu haben. Seine Elf habe sich gut bewegt und gut gestanden. Für Schaaf war es also keine Frage, ob der Auftritt beim FCK denn nun Mut oder Angst mache – das hatte man nämlich von ihm wissen wollen.
Unangenehme Fragen musste auch Robin Dutt in dieser Woche beantworten. Zwar hatte Bayer gegen Mainz 3:2 gewonnen. Doch in Leverkusen war man damit noch weniger zufrieden als die Bremer mit ihrem Punkt. Deutlich hörbar waren die Pfiffe in der BayArena. Nach dem Spiel und auch, als Dutt Michael Ballack auswechselte. Er müsse nicht „Everybody’s Darling“ sein, wies der Trainer nun die Kritik zurück.
Nach einer Hinrunde, in der Bayer hinter den eigenen Erwartungen zurückblieb, rumort es aber noch immer in Leverkusen. Schaaf weiß das. Aber er findet, man solle sich nicht blenden lassen von den atmosphärischen Störungen beim Gegner: „Sie spielen noch in der Champions League, also können sie nicht so schlecht sein.“
Vielmehr stehe sein Team vor der „reizvollen Aufgabe“, sich gegen einen starken Gegner beweisen zu können. Schließlich hat Werder in dieser Saison alle Duelle gegen die Clubs aus dem oberen Tabellendrittel verloren.
„Wir machen uns keine Gedanken, ob Bayer an uns vorbeizieht. Unser Ansatz ist, weiter Punkte zu sammeln“, betonte Klaus Allofs. So ganz außer Acht will der Geschäftsführer die Teams über und unter Werder allerdings auch nicht lassen: „Wir schauen wachsam nach unten und hoffnungsvoll nach oben.“
@http://www.NWZonline.de/werder Zlatko Junuzovic soll am Sonntag in Bremen eintreffen und am Montag vorgestellt werden. Werder war sich mit dem 24-jährigen Mittelfeldspieler von Austria Wien bereits über einen Wechsel zur neuen Saison einig. Am Freitag gaben die Bremer bekannt, dass man sich mit den Wienern nun „zu fairen Konditionen“ darauf verständigt habe, den Transfer vorzuziehen. Junuzovic erhält einen Vertrag bis Juni 2015. Der gebürtige Serbe ist seit Jahren österreichischer Staatsbürger. In der Nationalmannschaft kam er bislang 16-mal zum Einsatz. Zur Höhe der Ablösesumme machten die Bremer keine Angaben. Sein Marktwert wird auf 2,5 Millionen Euro geschätzt.
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