DORTMUND, 4. Februar 2012


Gündogan wähnt sich auf gutem Weg

Fußball 21-Jähriger kämpft nach Verletzung um Platz in Dortmunds Stammelf


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Wartet auf seine Chance: Ilkay Gündogan BILD: DPA  Bild vergrößern

dpa

Dortmund - In Hamburg waren es lediglich acht, gegen Hoffenheim gar nur fünf Minuten. Beim Bundesliga-Rückrundenstart von Borussia Dortmund kam Ilkay Gündogan nicht über Kurzeinsätze hinaus. Und doch wähnt sich der einstige Nürnberger in seinem schwierigen Kampf um einen Stammplatz im stark besetzten Kader des deutschen Fußballmeisters auf gutem Weg: „Mittlerweile bin ich zu 100 Prozent in Dortmund angekommen. Ich fühle mich sauwohl – das brauche ich, um voll anzugreifen.“

Nach lehrreicher Hinrunde ist der Mittelfeldspieler mit vielen guten Vorsätzen ins neue Jahr gestartet. Die Forderung von Trainer Jürgen Klopp, mehr Präsenz und Mut beim Spielaufbau zu zeigen, hält Gündogan für berechtigt. Zu lange trug er an der schweren Last, mit seinem zu Real Madrid gewechselten Vorgänger Nuri Sahin verglichen zu werden: „Ich hatte vor, mich davon nicht beeindrucken zu lassen. Letztlich ist es vielleicht ein wenig anders gekommen.“

Das Debüt in der Nationalelf Mitte Oktober gegen Belgien war eher der klugen Voraussicht von Joachim Löw als der damaligen Form von Gündogan zu verdanken. Mit diesem Schachzug stellte der Bundestrainer sicher, dass der talentierte 21-Jährige mit türkischer Abstammung in Zukunft weiter für die deutsche Auswahl zur Verfügung steht.

Die Beförderung zum Nationalspieler konnte jedoch nicht verhindern, dass der Stammplatz im Verein verloren ging. Erst die Ausfälle von Sven Bender und Moritz Leitner ebneten dem vier Millionen Euro teuren Zugang die Rückkehr in die BVB-Startelf. Gündogan nutzte die Gunst der Stunde und trat zum Hinrundenabschluss beim 4:1 in Freiburg sogar als Torschütze in Erscheinung. „Grundsätzlich war der Trainer in den letzten Hinrundenspielen mit mir zufrieden“, kommentiert der Mittelfeldspieler.

Ein Rückschlag zur Unzeit sorgte für Ernüchterung. Gleich im ersten Training nach der Winterpause zog er sich eine Zerrung im Oberschenkel zu. Deshalb musste sich Gündogan lange Zeit mit Laufeinheiten begnügen. Nur für wenige Minuten schlüpfte er im Trainingslager in die Rolle des Hauptdarstellers: Bei seiner Vorstellung als Integrationspate der Bundesliga-Stiftung, die sich für die Belange von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund stark macht.

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Inzwischen sind die gesundheitlichen Probleme überwunden. Zur Freude von Klopp lässt Gündogan großen Tatendrang erkennen – am Ball und mit Worten: „Ich möchte zeigen, was ich kann und hoffe auf eine Rückrunde mit mehr Höhen als Tiefen.“






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