HAMBURG, 4. Februar 2012


Neuer Rasen macht Bayern Mut

Fußball Hamburg empfängt Rekordmeister München – Abwehrprobleme


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Stehen sich mit ihren Teams gegenüber: Jupp Heynckes (Bayern München/links) und Thorsten Fink (Hamburger SV) BILD: Andreas GBilder (2): dpa  Bild vergrößern

Hamburg wartet noch immer auf einen Sieg gegen eines der fünf besten Teams. Gegen Bayern agiert der HSV geduldig.

sid

Hamburg - Auf den Platz kann es Bayern München diesmal nicht schieben. Weder Kosten noch Mühen hat der Hamburger SV gescheut, um für das Bundesligaduell mit dem deutschen Fußball-Rekordmeister an diesem Sonnabend (18.30 Uhr) beste Bedingungen zu schaffen. Nicht, dass die Bayern sich hinterher wieder beschweren – wie zuletzt in Mönchengladbach.

Nach dem 1:3 zum Rückrundenstart hatte sich Bastian Schweinsteiger über den holprigen Untergrund beklagt, es klang fast wie eine Ausrede. „Bastian denkt schon wie ein Trainer, und er weiß, dass es die angreifende Mannschaft immer schwerer hat“, sagte Heynckes am Freitag: „Der neue Rasen war in Hamburg sicher notwendig.“

Gemeinsam mit seinem Kontrahenten Thorsten Fink ist er sich einig, dass die Kälte kein Problem sein darf. „Viel Bewegung ist das beste Gegenmittel“, meinte Heynckes lapidar.

Die erhofft er sich von seiner Elf, zumal Heynckes zuletzt nicht immer glücklich mit der Lauffreude war. Und gerade beim traditionsbeladenen Nord-Süd-Duell wird ein flexibles und kreatives Spiel vonnöten sein, kennt doch HSV-Coach Fink seinen Ex-Club aus dem Effeff. „Er hat beim HSV für Aufbruchstimmung gesorgt“, lobte Heynckes zudem.

Und die 1:5-Niederlage des HSV gegen Borussia Dortmund zum Rückrundenbeginn ist für Heynckes kein Grund, den Gegner zu unterschätzen. „Das ist kein Maßstab für das Spiel. Wenn die Gegner gegen den FC Bayern spielen, spielen sie viel engagierter, viel konzentrierter und manchmal auch defensiver“, erklärte der 66-Jährige.

Dazu passt auch die Meinung von Fink. „Ich glaube, dass man im Moment die Möglichkeit hat, den FC Bayern zu schlagen, aber dafür muss alles passen“, sagte der ehemalige Münchner Profi und ergänzte: „Defensiv gut stehen ist wichtig. Wenn die Bayern ins Rollen kommen, wird es schwer.“ Das Hinspiel verlor der HSV 0:5, der immer noch auf einen Sieg gegen eines der fünf Spitzenteams der Liga wartet.

Heynckes vertraut wieder auf die größeren Qualitäten seiner Elf: „Durch den Sieg gegen Wolfsburg ist meine Mannschaft wieder ein Stück weiter.“

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In der Abwehr gehen dem Bayern-Trainer langsam die Alternativen aus: Wegen der Gelb-Sperre von Rafinha und der Verletzung von Breno ist der Trainer zum Umbau der Viererkette gezwungen. Um nach der Verletzung von Daniel van Buyten die Innenverteidigung mit dem Ex-Hamburger Jérome Boateng und Holger Badstuber nicht wieder auseinanderzureißen, soll Anatoli Timoschtschuk hinten rechts aushelfen.

Auch beim HSV ist die größte Baustelle in der Abwehr. Jeffrey Bruma (Kniereizung) fällt aus, der Serbe Slobodan Rajkovic könnte die Lücke schließen. Dennis Aogo knickte im Training um. Das kann auf dem neu verlegten Rasen wohl nicht passieren.






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