HAMBURG, 6. Februar 2012


Neuling Sala schockt FC Bayern

Fußball Hamburger SV trotzt Münchnern 1:1 ab – Olic: „Nicht titelreif“


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Hamburgs Jacopo Sala feiert sein Tor zum 1:0. BILD: dpa  Bild vergrößern

Der HSV wollte den 20-jährigen Italiener im Winter schon verkaufen. Er kämpfte sich nach vielen Verletzungen zurück.

von Olaf Ulbrich

Hamburg - Er schrie sich seinen angestauten Frust von der Seele: Nach seinem ersten Bundesligator rannte Jacopo Sala mit weit aufgerissenem Mund und starrem Blick quer über den Platz und ließ sich an der Eckfahne feiern. „Es war unglaublich“, sagte der 20-jährige Stürmer des Fußball-Bundesligisten Hamburger SV nach seinem 1:0 am Sonnabend (23. Minute) gegen Bayern München: „Ich bin überglücklich.“

Dass Ivica Olic sein Führungstor noch ausglich (71.), interessierte Sala wenig – auch wenn er zugab: „Ich bin etwas traurig, dass wir zwei Punkte verloren haben.“ Vielmehr freute er sich, dass seine Leidenszeit endlich vorbei sei. „Ich habe meinen Ärger der letzten Monate bei dem Schuss herausgelassen“, beschrieb er seinen Volley-Aufsetzer, mit dem er Bayern-Torwart Manuel Neuer keine Chance ließ.

Im Winter wollte der HSV den Italiener noch verkaufen. Erst im Sommer 2011 aus der zweiten Mannschaft des FC Chelsea aus England gekommen, schlug sich Sala lange mit Verletzungen herum. Erst in den vergangenen drei Spielen kam er zum Zuge. „Der Junge bringt alle Voraussetzungen mit. Er rechtfertigt seinen Einsatz mit tollen Leistungen“, lobte HSV-Trainer Thorsten Fink.

Seinen Platz in der Startelf will Sala nun verteidigen. „Ich will auch in Zukunft so gut spielen“, kündigte er an: „Dafür werde ich im Training hart arbeiten.“

Sala war aber nicht der einzige Trumpf von Fink, der stach. Auch der Einsatz von Slobodan Rajkovic als Innenverteidiger neben Kapitän Heiko Westermann machte sich bezahlt. Der 22-jährige Serbe räumte aggressiv ab und ließ die Bayern-Außen Franck Ribéry und Arjen Robben nicht zum Torabschluss kommen. „Das war ein super Einstand“, sagte Rajkovic, der als Vertretung des verletzten Jeffrey Bruma jedoch auch zugab: „Ich habe den Druck ganz schön gespürt. Ich wusste, dass ich eine gute Leistung bringen muss.“

Bei den Bayern herrschte dagegen Katerstimmung. „Ein Punkt ist für uns zu wenig“, ärgerte sich Toni Kroos und analysierte: „Der letzte Pass kommt nicht an. Deshalb können wir uns derzeit keine echte Torchance herausspielen.“ So fiel das 1:1 bezeichnenderweise nach einer Ecke.

„Wir müssen noch viel arbeiten. Ich bin sicher, dass das nicht reicht zum Titel“, sagte der Torschütze Olic auch mit Blick auf das Pokalviertelfinale an diesem Mittwoch (20.30 Uhr/ZDF) beim VfB Stuttgart.

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In der Tabelle mussten die Bayern die Spitze an Borussia Dortmund abgeben. „Die Tabellenführung zu verlieren, ist immer enttäuschend. Wir sind noch nicht auf dem Niveau, auf dem wir sein müssen“, sagte Robben.






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