Magath bleibt Prinzip der Abwechslung treu
Rekord Wolfsburgs Trainer setzt bei 0:0 gegen Gladbach 36. Spieler in der Saison ein
Wolfsburg - Von totem Kapital hält Felix Magath offenbar nichts. Acht neue Spieler hatte sich der Trainer und Manager des VfL Wolfsburg in der Winterpause gegönnt. Knapp 30 Millionen ließ sich der Fußball-Bundesligist beziehungsweise VW die Kader-Sanierung kosten. Beim 0:0 am Sonnabend im Heimspiel gegen Borussia Mönchengladbach durfte dann einer der Zugänge erstmals ran – und Magath sorgte so für einen Ligarekord.
Mittelfeldspieler Ibrahim Sissoko stand in der Wolfsburger Startelf und feierte so sein Bundesliga-Debüt. Er ist der 36. Profi, den Magath in der laufenden Saison aufs Feld schickte. Der Coach toppte damit die Bestmarke aus der Saison 2000/01, als bei Eintracht Frankfurt 35 Akteure zum Einsatz kamen. Auch damals war Magath mit verantwortlich. Zum Vergleich: Bayern München kam in dieser Saison in bislang 20 Ligaspielen mit 20 Profis aus.
Eine eingespielte Stammformation gibt es in Wolfsburg nicht – stetig ist nur der Wandel. In Christian Träsch und Marcel Schäfer standen immerhin zwei Spieler in allen Partien auf dem Platz. Fünf Profis durften nur einmal ran, ebenso viele eingesetzte Akteure stehen gar nicht mehr beim VfL unter Vertrag.
Und Magath hat noch Optionen. In Ferhan Hasani und Slobodan Medojevic sind zwei Winterzugänge noch nicht zum Zuge gekommen. Bleibt allein die Frage, ob der Trainer mit seiner „Beschäftigungstherapie“ bis zum Saisonende auch den entsprechenden Lohn einfährt.
Gegen Gladbach sah er jedenfalls einen Aufwärtstrend: „Wir haben wieder einen Schritt nach vorn gemacht. In der zweiten Halbzeit wäre sogar ein Sieg verdient gewesen“, so Magath.
Bei den Gästen war Marco Reus zerknirscht. „Ich wollte ihn rein machen, das habe ich aber richtig schlecht gemacht. Dafür muss ich mich entschuldigen“, sagte Reus zur Szene in der 69. Minute, als er allein vor VfL-Torwart Diego Benaglio stehend weit neben das Tor schoss.
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