Remis verleiht Stuttgartern Selbstvertrauen
Fußball VfB spielt in Leverkusen 2:2 – Michael Ballack bei Bayer weiter außen vor
Leverkusen - Der VfB Stuttgart feierte das 2:2 in der Fußball-Bundesliga bei Bayer Leverkusen wie eine Wiederauferstehung. „Uns fehlte zwar die Leichtigkeit, aber die Art und Weise, wie die Mannschaft aufgetreten ist, hat mir gefallen“, lobte VfB-Trainer Bruno Labbadia die vielversprechende Generalprobe vor dem DFB-Pokal-Viertelfinale am Mittwoch (20.30 Uhr/ZDF) gegen Bayern München.
„Alle haben eine gute Körpersprache gezeigt. Das ist der Weg“, sagte VfB-Sportmanager Fredi Bobic nach dem „wichtigen Sieg für das Selbstvertrauen“.
Dass es nicht die fünfte Liga-Niederlage in Folge setzte, war Martin Harnik zu verdanken, der spät (89. Minute) ausglich. Julian Schieber (23.) traf ebenfalls für den VfB, Stefan Kießling (11.) und Simon Rolfes (47./Elfmeter) hatten Bayer zweimal in Front gebracht.
Die Stuttgarter Freude über den auch glücklichen Punktgewinn verdrängte den Ärger über Schiedsrichter Thorsten Kinhöfer. „Der Elfmeter für Leverkusen war ein Genickschlag. Mein Gott, müssen wir etwa körperlos spielen?“, fragte Bobic verärgert. Dass Kinhöfer fünf Gelbe Karten zückte und Bayer-Verteidiger Michal Kadlec (Gelb-Rot/63.) sowie Stuttgarts Cristian Molinaro (Rot/92.) rauswarf, verstärkte seinen Unmut.
„Wir dürfen uns nun nicht unruhig machen lassen“, forderte indes Bayer-Torwart Bernd Leno. Während es bei den angeschlagenen Lars Bender und André Schürrle Entwarnung gab, zog sich der gerade erst genesene Sidney Sam kurz nach seiner Einwechslung einen Muskelbündelriss zu und fällt wieder mehrere Wochen aus.
Trotz der angespannten Personallage – auch Bender musste ausgewechselt werden – kam Michael Ballack wieder nicht zum Einsatz. „Es hat sich keine Position ergeben, ihn einzuwechseln“, meinte Bayer-Trainer Robin Dutt.
Michael Ballack schwieg weiter zum Zerwürfnis und verließ das Stadion wortlos. Dagegen äußerte sich nun auch Leverkusens Ex-Manager Reiner Calmund zum Thema: „Wir brauchen kein Mitleid mit Ballack zu haben. Er hat in seiner Karriere gut verdient, da braucht jetzt keiner in Tränen auszubrechen.“
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