BREMEN, 7. Februar 2012


Werder sucht Pizarro-Vertreter

Fußball Peruaner fehlt gegen Hoffenheim – Rosenberg trifft sechsmal Pfosten


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Markus Rosenberg schlägt sich nach einer vergebenen Chance die Hand vors Gesicht. Der Schwede traf in dieser Saison häufiger den Pfosten als ins Tor. BILD: dpa  Bild vergrößern

Marko Arnautovic erzielte in eineinhalb Jahren sieben Bundesliga-Tore. Bei Pizarro waren es in diesem Zeitraum 24.

von Sebastian Stiekel Und Hauke Richters

Bremen - Was wäre Werder Bremen ohne Claudio Pizarro? Beim enttäuschenden 2:2 beim SC Freiburg schoss der peruanische Fußballprofi nicht nur beide Tore für seinen Verein, sondern beantwortete auch schon einmal die wichtigste Frage, die die Bremer in dieser Woche beschäftigen wird: Wer soll den gelb-gesperrten Torjäger am Sonnabend (15.30 Uhr, Weserstadion) im Bundesliga-Spiel gegen 1899 Hoffenheim ersetzen? „Marko und Markus. Die beiden.“

Pizarro sagte das, als müsse sich niemand große Sorgen machen, wenn seine Kollegen Marko Arnautovic und Markus Rosenberg den Sturm bilden. Aber ganz so einfach, wie das bei ihm klang, wird deren Job am Sonnabend nicht. Denn das Spiel in Freiburg hat noch einmal gezeigt, dass es in der Liga kaum ein anderes Team gibt, das von einem einzigen Spieler so abhängig ist wie Werder von Pizarro.

Der 33-Jährige erzielte seine Saisontore 14 (29. Minute) und 15 (47.) und brachte die Bremer damit zweimal in Führung. Zum Sieg reichte es allerdings trotzdem nicht.

Werders schwedischer Angreifer Rosenberg ist seit Sonntag einer der wenigen Stürmer, der in dieser Saison häufiger den Pfosten (sechsmal) als das Tor (fünfmal) getroffen hat. Mit 14 Aluminiumtreffern in dieser Saison führen die Bremer die entsprechende Wertung vor Borussia Dortmund (11) und Hannover 96 (10) übrigens an.

Der mögliche Sturmpartner von Rosenberg, Marko Arnautovic, hat sich seit seinem Wechsel zu Werder im Sommer 2010 nicht unbedingt als Torjäger einen Namen gemacht. Sieben Bundesliga-Treffer gelangen dem Österreicher in gut eineinhalb Jahren. Bei Pizarro waren es in diesem Zeitraum 24, bei Rosenberg immerhin 14.

Im Gegensatz zu Pizarro wollte sich Thomas Schaaf auch noch nicht auf die beiden Angreifer als Aushilfsduo festlegen. „Wenn einer nicht dabei ist, ist das die Chance für andere, sich zu beweisen“, sagte der Trainer nur, als er zu Pizarros Sperre befragt wurde.

Zu seiner eigenen Zukunft wollte sich Pizarro weiterhin nicht klar äußern. Sowohl er als auch der Verein können den bis 2013 gültigen Vertrag in diesem Sommer kündigen. Er „hoffe schon“, dass er bleibe, sagte er. „Aber das ist noch nicht klar. Bis zum Frühjahr ist alles offen.“

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