WESTERSTEDE, 12. August 2009


Schlagabtausch mit Augenzwinkern

NWZ-TALKRUNDE Politiker zeigen im Wahlkampf auch ihre humorvolle Seite – Mehr als 1000 Besucher


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Andrang: Eine lange Schlange hatte sich vor dem Dannemann-Forum in Oldenburg gebildet. Mehr als 1000  Bild vergrößern

DIE GÄSTE ERLEBTEN EINEN UNTERHALTSAMEN ABEND. DIE POLITIKER ZOLLTEN EINANDER RESPEKT.

VON ANJA BIEWALD

Westerstede - Politik ist eine ernste Sache. Politikern wird sogar nachgesagt, sie seien trocken, fast spröde. Doch den Vertretern von CDU, SPD, FDP, Grünen und Linken, die sich bei der NWZ-Talkrunde in Westerstede am Montagabend präsentierten, können Charme und Humor bescheinigt werden.

Die mehr als 1000 Besucher der Veranstaltung erlebten nicht nur einen spannenden politischen Schlagabtausch, sondern wurden auch gut unterhalten. Seitenhiebe auf die politischen Gegner wurden großzügig, aber immer mit einem Augenzwinkern verteilt, und auch die eigenen Parteien wurden humorvoll betrachtet. So bescheinigte Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen (CDU) den Unions-Männern, dass diese auch nur Männer seien – aber im Lernprozess. Der Spitzenkandidat der Grünen, Jürgen Trittin, erklärte, den Weggang von Joschka Fischer gut verkraftet zu haben. Von einer „Ampelkoalition“ wollte der ehemalige Umweltminister nichts wissen, und Schwarz-Gelb gehe auch nicht: Das seien die „Warnfarben für Radioaktivität“.

Die in Bayern lebende ehemalige Justizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) verriet, dass sie seit Jahren mit nur einem Dirndl gut durch sämtliche Wahlkämpfe kommt, und SPD-Vize Andrea Nahles erzählte, dass sie schon im Abiturjahr Hausfrau oder Bundeskanzlerin werden wollte. Und Prof. Herbert Schui (Die Linke) konnte nicht so recht nachvollziehen, warum keiner eine Koalition mit der Linken wolle: „Wir sind gar nicht so dagegen.“



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