Keine Luftwaffen-Werft für neuen Eurofighter
Bundeswehr Kampfjet wird beim Hersteller gewartet
von Ulrich Schönborn
Upjever - Wie schon in Wittmund waren auch in Upjever die vielen strukturellen Vorteile ausschlaggebend für den Erhalt des Standorts. Der Entscheidung, das Objektschutzregiment der Luftwaffe „Friesland“ in Upjever zu behalten und dort sogar deutlich auszubauen, seien aber viele Diskussionen voraus gegangen, berichtete der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesverteidigungsministerium, Thomas Kossendey (CDU), am Montag nach einem Treffen im Kreisamt Wittmund zur Bundeswehrstrukturreform. An der anschließenden Pressekonferenz nahm unter anderen auch der CDU-Bundestagsabgeordnete Hans-Werner Kammer aus Zetel teil – allerdings ohne sich zum Thema zu äußern.
Zunächst hätte geklärt werden müssen, ob die Objektschützer, die zum Beispiel auch das Feldlager und den Flugplatz in Mazar-E-Sharif in Afghanistan sichern, bei der Luftwaffe bleiben oder dem Heer zugeordnet werden, berichtete Kossendey. Im zweiten Schritt sei die Standortfrage und auch die Zahl der Standorte geklärt worden. Am Ende sei ein Standort übriggeblieben und Schortens habe das Rennen gemacht, so Kossendey.
Während die Objektschützer in Upjever konzentriert werden, sind die Tage der dort stationierten Luftwaffeninstandhaltungsgruppe 21 gezählt. Die Einheit wartet die Phantom-Jets. Mit deren Ausmusterung Mitte 2013 wird die Werft arbeitslos. Die neuen Eurofighter-Jets, die die Phantom ablösen, sollen Kossendey zufolge für größere Instandsetzungs- und Wartungsarbeiten direkt beim Hersteller in die Werft.
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