HANNOVER, 25. Januar 2012


SPD-Kritik an Abzug der Panzerdivision

Bundeswehrreform Umzug von Hannover nach Oldenburg soll verhindert werden


von Christoph Kiefer

Hannover - Heftige Kritik an der geplanten Verlagerung des Stabes der 1. Panzerdivision von Hannover nach Oldenburg hat der SPD-Verteidigungspolitiker Michael Groschek geübt. Bei einem entsprechenden Ausgang der Bundestagswahl 2013 werde die Entscheidung im Rahmen der Bundeswehrreform überprüft, sagte Groschek, Bundestagsabgeordneter und Generalsekretär der SPD in NRW. Darin sei er sich mit der Hannoveraner SPD-Bundestagsabgeordneten Kerstin Tack einig.

„Ob der Divisionsstab jemals in Oldenburg landet, daran hege ich große Zweifel“, sagte Groschek bei einer sicherheitspolitischen Konferenz der Friedrich-Ebert-Stiftung am Dienstag in Hannover unter großem Beifall der mehr als 200 Besucher.

Zuvor hatte Oberst Reinhold Janke vom Chef des Stabes der 1. Panzerdivision den Umzug nach Oldenburg, der für das Jahr 2015 geplant sei, als derzeit nicht wichtig für den Stab bezeichnet. „Das ist ein Thema für die lokalen Medien, wir arbeiten unsere Aufträge ab“, sagte Janke.

Vorgesehen ist in der von Verteidigungsminister Thomas de Maizière Ende Oktober präsentierten Reform der Bundeswehr, dass 400 Dienstposten der Divisionsführung aus der niedersächsischen Landeshauptstadt nach Oldenburg verlegt werden. In Niedersachsen sollen 10 800 Dienstposten abgebaut und drei Standorte komplett geschlossen werden.

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