Land stellt letzte Weiche für Uni-Medizin in Oldenburg
European Medical School Hochschulgesetz wird geändert – McAllister sieht wichtigen Schritt
von Marco Seng
Hannover - Die niedersächsische Landesregierung will an diesem Dienstag endgültig den Weg für den geplanten Medizin-Studiengang in Oldenburg freimachen. Auf der Tagesordnung des Kabinetts steht eine Änderung des Hochschulgesetzes. Mit dem Beschluss des Gesetzentwurfs sollen die rechtlichen Rahmenbedingungen zur Umsetzung der „European Medical School“ (EMS) geschaffen werden.
Ministerpräsident David McAllister (CDU) bezeichnete die Gesetzesnovelle als wichtigen Schritt auf dem Weg zur zusätzlichen Medizinerausbildung in Oldenburg. „Die European Medical School ist ein Leuchtturmprojekt für den Nordwesten unseres Landes“, sagte McAllister.
Das vom Wissenschaftsrat im Jahr 2010 positiv begutachtete Konzept der EMS sieht die Einrichtung eines grenzüberschreitenden, gemeinsamen Studiengangs der Humanmedizin der Universität Oldenburg und der Universität Groningen vor. Die Studierenden können wahlweise mit dem Staatsexamen an der Universität Oldenburg oder dem Bachelor/Master der Universität Groningen abschließen.
Die Medizinerausbildung an der neu zu gründenden medizinischen Fakultät der Universität Oldenburg werde durch eine enge Kooperation mit regional ansässigen Krankenhäusern erfolgen, hieß es. Mit dem Gesetzentwurf werde die für die Umsetzung des Kooperationsmodells erforderliche Ergänzung des Niedersächsischen Hochschulgesetzes geschaffen.
Damit kann die Universität Oldenburg ab dem Wintersemester 2012/2013 jährlich 40 Studierende im Fach Humanmedizin ausbilden. Die weitere Zusammenarbeit zwischen der Universität Oldenburg und den an Forschung und Lehre beteiligten Krankenhäusern sowie der Universität Groningen wird in Kooperationsvereinbarungen geregelt.
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