OLDENBURG, 1. Februar 2012


Armutsrisiken in Europa bekämpfen

Forschung EU bewilligt zwei Millionen Euro für internationales Projekt


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Oldenburg - „Combating Poverty in Europe“, kurz COPE, heißt das internationale Forschungsprojekt an der Universität Oldenburg, das sich dem Thema Armutsbekämpfung in Europa widmet. Die Europäische Kommission fördert COPE mit zwei Millionen Euro. Das Jean Monnet Centre for Europeanisation and Transnational Regulations Oldenburg (CETRO) koordiniert das Projekt, an dem Forscher aus Deutschland, Italien, Schweden, Großbritannien, Polen und Norwegen seit dem 1. Februar für drei Jahre arbeiten werden.

„Wir erhoffen uns von dem Projekt neue Erkenntnisse, mit deren Hilfe die Mindestsicherung in Europa besser gewährleistet werden kann, so dass weniger Menschen unter der Armutsgrenze leben müssen“, erläutert Prof. Dr. Martin Heidenreich, Leiter des CETRO und Initiator von COPE. Die Forscher wollen die aktuelle Situation in Europa empirisch untersuchen, indem sie nationale Armutspolitiken und Systeme zur Mindestsicherung miteinander vergleichen. Welche Rolle spielen öffentliche Einrichtungen, Trägerorganisationen und zivilgesellschaftliche Organisationen? Wie beteiligen sich die Leistungsempfänger selbst? Wie beeinflussen Hilfeleistungen und Aktivierungspolitiken den Lebenslauf von Langzeitarbeitslosen und Alleinerziehenden? Ziel von COPE ist es, ein umfassendes Bild der Teilhabechancen von armen und sozial ausgegrenzten Menschen in Europa zu zeichnen. Dabei steht die Frage im Mittelpunkt, wie Sozialhilfe und Arbeitslosengeld II so gestaltet werden können, dass sie Armutsrisiken und die soziale Ausgrenzung verringern.

„Der Vorteil des Projektes besteht in der engen Rückbindung an die Praxis“, sagt Marc Goffart, zuständiger Kommissionsbeamter der EU, und fügt hinzu: „Das COPE-Projekt soll nicht allein wissenschaftliche Standards erfüllen, sondern auch den Diskurs über praktische Lösungen flankieren.“

 @  http://www.cetro.uni-oldenburg.de?

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