HUDE, 2. April 2011


Augenöffner von der Insel

Celtic Days I Cornwall-Nacht begeistert Gäste im Kulturhof


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Präsentierten im Kulturhof cornische Leckerbissen (von links): Rüdiger Wohlers, Heike Neun­aber und Howard Curnow. BILD: Grawe  Bild vergrößern

Märchen, Lieder, Dia-Show: Rüdiger Wohlers, Heike Neunaber und Howard Curnow nahmen das Publikum mit auf eine Reise.

von Elena Grawe

Hude - Schokoladig-cremiges Gebäck, säuerliches Cider oder original „Cornish pasties“ – deftig-gefüllte Teigtaschen: Auf der großen Cornwall-Nacht der Celtic Days erlebten die Zuschauer am Donnerstagabend im Kulturhof eine Rundreise durch die Grafschaft im äußersten Südwesten Englands, durch Land, Kultur und Küche. Und neben dem Beweis, dass Essen von der Insel schmecken kann, gab es noch einen weiteren Augenöffner: Sogar ein Diavortrag kann spannend sein.

Rüdiger Wohlers und seine Ehefrau Heike Neunaber vom Verein „Freunde Cornwalls – Kerens A Kernow“ hatten sich für diesen Abend Unterstützung aus Cornwall geholt: ihren Freund Howard Curnow, cornischer Barde und Vorsitzender des Cornwall Wildlife Trusts.


Reise-Tipps
Neunaber entführte die Zuschauer im voll besetzten Kulturhof in die Welt der Märchen und Geistergeschichten, das Pub-Quiz ließ einen vergessen, dass man nicht in einer Kneipe, sondern im Kulturhof saß. Und Wohlers’ Dia-Vortrag war zwar lang, machte den Gästen aber trotzdem Spaß. Launig und mit viel Humor präsentierte er Sehenswürdigkeiten, landschaftliche Besonderheiten, beeindruckende Gärten und vor allem jede Menge Tipps für den eigenen Cornwall-Urlaub – von den richtigen Karten bis zur besten Reisezeit: Februar bis April seien ideal, und vor allem der Mai ein „Hammer-Blütenmonat“. „Wenn Sie nach Cornwall fahren, vergessen Sie Mitteleuropa“, sagte Wohlers, der auch Geschäftsführer des Naturschutzbunds (Nabu) Oldenburg ist. Auf der südwestlichsten Spitze der englischen Insel tickt das Wetter eben anders. Und: „Cornwall ist kein Land für einen Spontanurlaub“, betonte Wohlers. „Sie müssen sich vorher einlesen, sonst wird Ihnen alles entgehen.“


Land der Mythen
In den Vortragspausen gab es cornisches Cider, süßes Gebäck und die „pasties“, die Curnow aus seiner Heimat mitgebracht hat. Im ersten Stock ließ er eine Präsentation über die Grafschaft laufen.

Curnow – das sei die englische Schreibweise von „Kernow“ – was wiederum der cornische Name für Cornwall sei, erklärte der Barde und schwärmte: Cornwall sei das „Land der Schönheit, der Mythen und Legenden“.

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Später am Abend kletterte er auf einen hohen Barhocker auf der Bühne und sang mit den Zuschauern alte Volkslieder. Das Instrument „of the Cornish people“, der cornischen Menschen, sei eben keine Trompete oder ähnliches, erklärte der Barde auf Englisch. Es seien die Stimmbänder.






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