Keine Berührungsangst unter Musikern
KONZERT Am Wochenende Doppelausgabe von „Classic meets Pop“ in EWE-Arena
OLDENBURG - Doppelt hält besser: Nach der erfolgreichen Premiere im vergangenen Jahr kommt die neue Auflage der Konzertreihe „Classic meets Pop“ gleich zweifach daher. Sowohl am Sonnabend, 20. Februar, als auch am Sonntag, 21. Februar, werden 150 Künstler die Verbindung zwischen klassischer und populärer Musik herstellen. Doch Achtung: Die Veranstaltungen in der EWE Arena sind bereits seit Wochen mit 5000 Zuschauern bis auf den letzten Platz ausverkauft.
„Das Crossover-Konzept bleibt natürlich bestehen“, sagt Veranstalter Reinke Haar von der Agentur Marsen & Partner. So wird das Oldenburgische Staatstheater Ausschnitte seines Repertoires vorstellen, dazu zeigen lokale Rock- und Pop-Bands ihr Können. „Im Mittelpunkt des Abends stehen insgesamt sechs Pop-Songs", verrät Haar, der sich die Show ausgedacht hat. „Sie wurden von unseren Arrangeur Axel Goldbeck eigens für das Oldenburgische Staatsorchester und die jeweiligen Solisten arrangiert.“
Abwechslung ist dabei ganz wichtig, die Besucher müssen sich auf Ungewöhnliches einstellen: Auf einen Kammerchor folgt ein Trommelgefecht, und nach einer Arie gibt es Hardrock.
Beispielhaft steht für das übergreifende Konzept der Bass Derrick Ballard. Unmittelbar nach einer Arie aus „Faust“ rockt der gebürtige Amerikaner einen Metallica-Song. Begleiten wird ihn das Staatsorchester, das auch den musikalischen Rahmen für Björn Bruschke („Sledgehammer“), Schwesterherz („Weil ich mehr von Dir will“), Kiki Beyer („Let the earth be“) und Steff Heinken („Like a prayer“) bietet. Nicht nur als Hintergrundchor, sondern auch mit einem eigenen Beitrag ist der Oldenburger Kammerchor unter Leitung von Johannes von Hoff zu hören.
Doch auch die Popbeiträge können sich hören lassen. Da ist vor allem die exzellente Hardrock-Band Ratpack um den Gitarristen Detlef Borchardt zu nennen. Dazu kommen die Partyband Roxx, das Schlagwerk Nordwest, die 14-jährige Emily Fröhling mit ihrer Band Miss Voice & Boys und die Soul- und Funkformation Soulrise.
Die Lachmuskeln strapazieren derweil die Wackeltenöre aus Wüsting, während eine HipHop-Show der Tanzschule Gehrmann wieder für musikalische Veränderung sorgt. Außerdem tritt Gabriella Peterson mit ihrer E-Violine und der eigens für die Veranstaltung gegründeten „Classic meets Pop“-Gruppe auf.
- Man könnte einen Werbegag vermuten. Doch nein, es ist eine Tatsache, dass eine Woche nach Ende der vierten Ausgabe von „Classic meets Pop“ die fünfte bereits ausverkauft ist. „Diese Nachfrage nach Karten für den 16.mehr
- Jason Weaver blickt irritiert ins weite Rund der Oldenburger EWE-Arena. Vor dem Dirigenten des Oldenburgischen Staatsorchesters stehen drei Gestalten in weißen Overalls mit grellen Neonstreifen. Moderatorin Annie Heger, die gemeinsam mit Axel Goldbeck durch den Abend führt, interviewt die jungen Elektro-Hip-Hopper von „De fofftig Pens“ nach ihrem Auftritt – auf platt.mehr
- Wenn die Show vorbei ist, der Vorhang gefallen, wenn die Musiker ihre Instrumente husch husch einpacken und das Publikum dem Ausgang zustrebt – dann ist Zeit für „nach der Show“. Der Adrenalinspiegel bei den Künstlern der Großproduktion von „Classic meets Pop“ sinkt nur langsam, man spricht über die Auftritte, tauscht Erfahrungen aus.mehr
- Die mit rund 200 Quadratmetern Größe eigentlich riesige Bühne wirkt beinahe winzig. Dicht an dicht drängeln sich die mehr als 70 Mitglieder des Oldenburgischen Staatsorchesters. Im Laufe des Abends werden hier mehr als 200 Musiker aus der Region auftreten.mehr


