OLDENBURG, 7. Februar 2011


Respekt für Musik der anderen

Konzert „Classic meets Pop“ begeistert insgesamt 6000 Zuschauer


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Faszinierte an der E-Geige: Gabriella Paterson interpretierte in Begleitung der Classic-meets-Pop-Band „Sommer (Storm)“ aus Antonio Vivaldis „Vier Jahreszeiten“. BILD: Lukas Lehmann  Bild vergrößern

Gut gelaunte Musiker kamen bei der Aftershow-Party in Kontakt miteinander. Die Besucher wollen wiederkommen.

von Jantje Ziegeler

Oldenburg - An einem Abend wie diesem mit Lob geizen? Mitnichten! „Das ist mit Abstand das beste Konzert seit langer Zeit“, freuen sich Hilde und Johann Mönnich, zwei der insgesamt 6000 „Classic meets Pop“-Besucher, „eine Bereicherung für Oldenburg!“

Überhaupt fand in der EWE-Arena Freitag- und Sonnabendabend mehr als nur ein Konzert statt. Denn nicht nur die unterschiedlichen Musikrichtungen fügen sich bei „Classic meets Pop“ zu einem bezaubernden Abend zusammen, sondern auch die Musiker und Musik-Liebhaber selbst finden zusammen: Auf die Frage, ob sie schon Kontakte zu Musikern anderer Stilrichtungen geknüpft hätten, meinen die beiden Staatsorchester-Mitwirkenden Imke Albert und Vera Marreck bei der After­show-Party vergnügt: „Noch nicht, aber genau das haben wir jetzt vor.“

Imke Albert, die Bratsche spielt, fügt hinzu: „Das Konzert war super. Ich bin schon zum dritten Mal dabei, und es ist trotzdem immer noch was Besonderes. Die Schülerband Funknetz fand ich klasse.“ Vera Marreck, die die erste Geige spielt, hat das Schlagzeug-Battle am Ende des Abends gut gefallen. Lediglich die „Pickups“, die kleinen Mikrofone, mit denen jeder Musiker des Staatsorchesters bei „Classic meets Pop“ ausgestattet ist, seien gewöhnungsbedürftig. „Wir selbst hören unsere Musik viel schlechter als das Publikum“, erklären die beiden.



Wie denken die Streicherinnen über die Kunst Gabriella Patersons, die dem Publikum mit ihrer E-Geige einheizte? „Das ist sehr virtuos, was sie da macht. E-Geige wird ganz anders gespielt“, erklären sie.

Auch unterschiedliche Generationen treffen aufeinander: Auf der Bühne sind 15-Jährige gemeinsam mit älteren Kollegen genauso selbstverständlich vertreten wie unter den Besuchern. „Das Konzert hat mir sehr gefallen“, resümiert Jeanine Kämper (15), die zum ersten Mal dabei ist, „sonst höre ich keine Klassik, aber hier war alles gut.“ Ihre Freundin Ramona Katzenberger (14) stimmt zu: „Die Qualität ist genauso gut wie im letzten Jahr, da hat es mir auch schon gut gefallen.“

„Steff Heinkens Auftritt fand ich toll“, meint Gaby Schrand, und ihrer Freundin Petra Braunsdorf-Volkmann hat die Schülerband „Funknetz“ super gefallen. Beide schwärmen aber auch für die großartige Leistung des Staatsorchesters. – Und insgesamt hat es den beiden Oldenburgerinnen „supergut“ gefallen.

Letztlich scheint alle Besucher vor allem eins zu einen: „Nächstes Jahr wollen wir wiederkommen!“

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