Freizeit
Naturerlebnisbad noch immer ein Thema
Bürgermeister Bernd Schulte hält die Idee für eine „tolle Sache“ – Kosten: zwei Millionen Euro
Bürgermeister Bernd Schulte hält die Idee für eine „tolle Sache“ – Kosten: zwei Millionen Euro
Barßel Der Bau eines Naturerlebnisbades mit rund 1000 Quadratmetern auf der Liegewiese beim jetzigen Hallenbad. Mit Sandstrand, Flachwasserzonen, Planschbecken und Wasserrutschen. Für Barßels Bürgermeister Bernd Schulte bleibt es weiter eine Vision und eine Idee: „Eine tolle Sache, die sich nicht nur gut anhört, sondern sicherlich zu einer der Attraktionen im staatlichen anerkannten Erholungsort gehören würde.“
Schon vor etwa drei Jahren hatte Bernd Schulte das Projekt in den Gremien angesprochen. Doch es scheiterte am Geld. Nun möchte Barßels Bürgermeister das Projekt wieder ins Gespräch bringen. „Ich habe das Naturerlebnisbad immer noch im Hinterkopf. Mittlerweile finde ich auch in der Bevölkerung und bei den Politikern Zustimmung“, sagt Schulte in einem Gespräch mit der NWZ .
„Kein Bad rechnet sich“
Rund zwei Millionen Euro kostet die Verwirklichung des Vorhabens. „Das können wir mit unserem Haushalt nicht stemmen“, sagt Schulte und möchte für das Projekt Investoren gewinnen, die das nötige Kleingeld dafür in die Hand nehmen. Womöglich könnten für so ein Vorhaben auch Zuschüsse fließen. Die späteren Kosten seien gering, weil bereits das Hallenbad angrenzend vorhanden sei. Dort gibt es bereits Umkleidekabinen und auch die Energiekosten hielten sich bei so einem Naturerlebnisbad in Grenzen. Es müsse nicht geheizt werden und die Sonne gebe es umsonst. Bürgermeister Bernd Schulte sieht darin eine Chance für Barßel und den Tourismus.
Die Argumente, dass sich das Bad nicht tragen würde, lässt der Bürgermeister nicht gelten. „Kein Bad rechnet sich. Auch so ein Naturerlebnisbad nicht. Man kann auch nicht immer alles in Geld messen. Doch die Besucherzahlen schnellen drastisch nach oben, so dass man Plusminus davonkommt“, sagt Schulte und betont: „Wenn wir den Tourismus vorantreiben wollen, müssen wir etwas unternehmen. Gerade auch für Familien mit Kindern.“
Angedacht ist ein getrenntes Schwimmer- und Nichtschwimmerbecken. Dazu Flachwasser zum Planschen für die jüngsten Badegäste. Neben dem Becken sollen ein Sandstrand und eine naturbadgemäße Spiellandschaft entstehen. Am Beckenrand könnten Liegestühle und Strandkörbe stehen. Holzstege, die in das Wasser ragen, sollen das Ganze auflockern.
Erstaunen und Zuspruch
Ein wenig erstaunt über den jetzigen Vorstoß von Bürgermeister Schulte zeigte sich die Fraktionsvorsitzende der SPD, Uschi Nüdling: „Wir müssen erst das Hallenbad und die Sauna pflegen und modernisieren. Damit haben wir begonnen, das muss fortgeführt werden. Ein Außenschwimmbecken ist wünschenswert, ein Naturerlebnisbad aber ein ganz anderes Thema.“ Überrascht war auch der Fraktionsvorsitzende der CDU, Luder Elsen. Auch er sieht vorrangig die Aufgabe, die Substanz des jetzigen Bades zu erhalten. Man müsse sich als Gemeinde so ein Naturerlebnisbad auch leisten können. Elsen denkt dabei insbesondere an die Folgekosten. „Für den Tourismus und für unsere Familien in der Gemeinde wäre es ein tolles Angebot“, findet hingegen Josef Wagner, Fraktionsvorsitzender der Bürgerfraktion. Praktisch wäre es, wenn man die Wärme aus denn Biogasanlagen nutzen könnte. „Wir sollten Pläne in der Schublade haben, wenn tatsächlich eines Tages für so ein Projekt Fördergelder bereit stehen.“
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