Bildung:
Projekt fördert europäischen Gedanken

Treffen in Friesoythe zur Entwicklung eines Lehrplans zum Thema Nachhaltigkeit

Bis Sonnabend sind Teilnehmer aus ganz Europa Gäste der BBS Friesoythe. Auch die Uni Vechta ist mit im Boot.

Friesoythe Wie kann man das weitreichende Themenfeld Nachhaltigkeit in den Lehrplan einer Schule integrieren? Mit dieser anspruchsvollen Fragestellung werden sich die Berufsbildenden Schulen, die Universität Vechta und weitere Einrichtungen aus ganz Europa in den kommenden drei Jahren beschäftigen. Wie bereits berichtet, sind die BBS Friesoythe seit November 2015 offizieller Partner eines EU-Projektes (Erasmus+) mit dem Titel „Entwicklung eines Lehrplans zur Bildung zur nachhaltigen Entwicklung“ (siehe auch Info-Kasten). Am Dienstag gab es gemeinsam mit über 30 Vertretern aller Projektpartner den Startschuss des Projektes am BBS-Standort an der Thüler Straße.

Ziel des ersten Projekttreffens sei einerseits die Lehrerfortbildung mit den Schwerpunktthemen „systematisches Denken“ und „nachhaltiges Unternehmertum“, andererseits wolle man sich damit beschäftigen, wie Bildung für nachhaltige Entwicklung als Querschnittsthema in die schuleigenen Lehrpläne fester integriert und verankert werden könnte.

Europäische Union unterstützt Projekt mit 415 000 Euro

Erasmus+Projekt: Die „Entwicklung eines Lehrplans zur Bildung zur nachhaltigen Entwicklung“ wird von der Europäischen Union mit 415 000 Euro gefördert. Das Projekt ist auf drei Jahre angelegt.

Daran beteiligt sind: die Schulen Berufsbildende Schulen Friesoythe, Daugavpils Tehnikums (Lettland) und Emmacollege, Bonnefantencollege Kerkrade (Niederlande), die regionalen Kompetenzzentren RCE Oldenburger Münsterland e.V., RCE Rhine Meuse (Niederlande) und BenE München e.V., die Universität Vechta und die Daugavpils University (Lettland), die Katholische Pädagogische Hochschule Wien/Krems sowie die Umweltdachverband GmbH. Das Projekt wird vom externen Gutachter Glenn Strachan aus England begleitet.

Bis Sonnabend werden sich die Teilnehmer aus ganz Europa in Friesoythe mit dieser theoretischen Thematik auseinandersetzen und Grundlagen für die weitere Strategie schaffen.

Sie wünsche sich bei der Erstellung der Curricula „machbare Lehrpläne“, die im privaten und auch im beruflichen Bereich auf die Herausforderungen eines Europas, das mit vielfältigen Themen und Problemen beschäftigt sei, vorbereite, sagte die kommissarische Leiterin der BBS Friesoythe, Margrit Frerichs, bei der Begrüßung der Gäste.

Es sei eine Ehre und mache stolz, so der Vize-Präsident der Universität Vechta, Professor Dr. Norbert Lennartz, mit vielen Partnern aus Europa ein Konzept zu entwickeln, dass in der Bildung Verwendung finde. Er lobte das Projekt zudem als eine Idee, die dem europäischen Gedanken neuen Auftrieb verleihe.

Bis Sonnabend stehen verschiedene Workshops und eine Auswertung der Ergebnisse an. Außerhalb der Projektsitzungen stehen unter anderem ein Stadtrundgang mit dem „Friesoyther Nachtwächter“ und eine Fahrt nach Oldenburg an.

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Carsten Bickschlag

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24.02.2016
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