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NWZonline.de Region Cloppenburg Blaulicht

Cityfest-Schlägerin muss ins Gefängnis

10.03.2016
NWZonline.de NWZonline 2016-03-10T05:33:21Z 280 158

Prozess In Cloppenburg:
Cityfest-Schlägerin muss ins Gefängnis

Cloppenburg Ihr äußerst aggressives Verhalten während des Cloppenburger Cityfestes im vergangenen Jahr kostet eine 19-Jährige aus Cloppenburg nun die Freiheit. Das Jugendschöffengericht des Cloppenburger Amtsgerichtes verurteilte die Heranwachsende am Mittwoch wegen Körperverletzung zu zwei Jahren und zwei Monaten Jugendgefängnis. Der Ehemann (22) der Angeklagten dagegen kam noch mit vier Monaten Haft auf Bewährung davon. Während er kaum vorbestraft ist, ist die 19-Jährige bereits mehrmals verurteilt worden. Bisher hatte es Bewährungsstrafen gegeben, damit war am Mittwoch aber Schluss.

Die Angeklagte soll ein Alkoholproblem haben. Jedes Mal, wenn sie betrunken ist, zeigt sie sich äußerst aggressiv. So auch während des City-Festes im vergangenen Jahr. Den Feststellungen zufolge hatte sie zunächst einen Passanten angepöbelt. Vier Jugendliche zwischen 17 und 20 Jahren wollten dem Passanten beistehen und ihm Hilfe leisten. Das sollten sie bereuen. Denn nun wandte sich die Angeklagte den Jugendlichen zu. Sie kratzte sie so massiv am Hals und an den Armen, dass die Opfer Verletzungen und Narben davontrugen.

Der Ehemann der Angeklagten hatte seiner Frau dann „beistehen“ wollen. Er attackierte nun ebenfalls die Jugendlichen und warf einen von ihnen über einen Zaun. Vor allem die Attacken der 19-Jährigen hatte die Polizei auf den Plan gerufen. Ihr notwendiges Vorgehen gegen die 19-Jährige wollte deren Ehemann aber verhindern. So griff er die Beamten an und leistete erheblichen Widerstand. Der 22-Jährige wollte offensichtlich seine Ehefrau beschützen, hatte aber wohl Opfer und Täterin verwechselt.

Zur Tatzeit hatte der 22-Jährige einen Blutalkoholwert von 1,6 Promille, seine Frau einen von 2,18 Promille. Sie wird an ihrem Alkoholproblem arbeiten müssen, sonst dürften weitere schwerwiegende Taten zu erwarten sein. Ob die 19-Jährige das Urteil akzeptiert, bleibt abzuwarten.