Haustiere:
Hundehalter in Angst: Giftköder ausgelegt

Drei vergiftete Vierbeiner wurden von Tierärzten behandelt – Zwei Fälle in Glaßdorf

Die Polizei bittet betroffene Hundebesitzer, sich zu melden. Die Vergiftungen wurden durch ein Insektizid hervorgerufen.

Bösel/Glaßdorf Große Aufregung unter Hundebesitzern in Bösel: Wie ein Lauffeuer verbreiteten sich in den vergangenen Tagen in Bösel Berichte von vergifteten Hunden. Fest steht: Bei der Polizei wurden Vorfälle dieser Art zur Anzeige gebracht. Fest steht aber auch: In zwei Tierarztpraxen wurden Hunde behandelt, die vergiftet wurden.

Dr. Thea Janetzko von der Tierärztlichen Gemeinschaftspraxis in Varrelbusch hat in den vergangenen drei Wochen zwei Hunde behandelt, die in Bösel, genauer in Glaßdorf, vergiftet wurden. In einem Fall war sogar ein Assistenzarzt der Praxis betroffen, der mit seinem Hund in Glaßdorf im Bereich der Garreler Straße in der Nähe der Bahnschienen an einer Ackerfläche einen Spaziergang machte. Auf dem Acker hätten tote Raubvögel gelegen – und vergiftete Innereien als Köder. „Der Hund hat die Innereien erbrochen und hatte Vergiftungssymptome“, so Thea Janetzko im Gespräch mit der NWZ . Am nächsten Tag schaute sich der Hundebesitzer noch einmal auf der Ackerfläche um: Die toten Raubvögel waren weggeräumt worden, neue Köder lagen aus. „Und Reifenspuren waren deutlich zu sehen“, erklärt die Tierärztin. Auch ein weiterer vierbeiniger Patient aus Glaßdorf musste mit einer Vergiftung behandelt werden. In beiden Fällen sollen die Hunde mit Phosphorsäureester vergiftet worden seien.

Auch in der Tierarztpraxis Willer in Bösel wurde am vergangenen Freitagabend ein Hund mit einer solchen Vergiftung behandelt. „Auch wir haben von mehreren Fällen gehört“, so die Tierärztin Janina Kreuser. Eine Vergiftung äußere sich wenige Stunden nach Aufnahme des Köders durch starkes Zittern, einen schwankenden Gang: „Die Tiere verlieren die Kontrolle über ihre Muskulatur.“

Auch im Bereich Florianhütte sollen Köder ausgelegt worden seien, hieß es im Dorf.

Betroffene Tierbesitzer sollten sich unbedingt bei der örtlichen Polizei melden, um die Vorfälle zur Anzeige zu bringen, so ein Sprecher der Polizeiinspektion Cloppenburg/Vechta.

Die gute Nachricht: Die drei vergifteten Hunde haben überlebt.

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