Die Feuerwehren aus Friesoythe und Bösel kämpften mit rund 50 Kräften gegen die Flammen an.
Bild: Reiner KramerThüle Erst im September vergangenen Jahres war der Bauernhof bis auf die Grundmauern niedergebrannt. Die Brandruine am Querdamm in Thüle ist noch nicht abgetragen und erinnert an das verheerende Feuer seinerzeit. In der Nacht zu Montag stand nun die nebenstehende Halle in Flammen.
Gegen 1.40 Uhr wurden die Feuerwehrleute in Friesoythe und Bösel alarmiert. Der nahe wohnende Besitzer der Hofstelle hatte die Flammen entdeckt und die Einsatzkräfte alarmiert. Jeweils mit rund 25 Einsatzkräften in insgesamt neun Fahrzeugen rückten die Wehren aus. Als die ersten Feuerwehrleute eintrafen, schossen Flammen aus dem Dach der Scheune. Betroffen war vor allem der vordere rechte Teil des Gebäudes. Sofort wurde eine Wasserversorgung über den nahe gelegenen Hydranten aufgebaut.
Mit der Drehleiter der Feuerwehr Friesoythe wurden die Flammen von oben bekämpft. Der Brand konnte zügig unter Kontrolle gebracht werden. Menschen oder Tiere kamen glücklicherweise nicht zu Schaden. Allerdings wurde eine auf dem Dach installierte Photovoltaikanlage stark in Mitleidenschaft gezogen.
Die Scheune wurde vor allem als Lagerstätte genutzt. Die Bereiche, in denen das Feuer ausgebrochen war, waren allerdings leer. Die Friesoyther Stadtjugendpflege nutzte in der Halle Flächen, um dort Ausrüstungsgegenstände zu lagern. Stadtjugendpfleger Matthias Wekenborg hatte noch in der Nacht den Schaden in Augenschein genommen. Drei Anhänger seien beschädigt worden, schilderte Wekenborg im Gespräch mit der NWZ . Zerstört worden seien auch vier Kanus, die auf einem Anhänger lagerten. „Der Schrecken war groß“, sagte Matthias Wekenborg. Die Kanus werden für die Freizeiten der Stadtjugendpflege genutzt. Derzeit stünden aber keine Kanu-Freizeiten an, gefahren würde erst wieder im Juni. Bis dahin, ist Wekenborg zuversichtlich, würde Ersatz beschafft sein.
Unklar ist, wie es zu dem Brand kommen konnte. Strom liegt nach Aussage des Sohnes des Hofbesitzers nicht in der Scheune. Der Strom sei nach dem Brand im September abgestellt worden. Die Polizei nahm den Brandort in Augenschein und leitete Ermittlungen zur Brandursache ein. Brandstiftung könne zum derzeitigen Zeitpunkt nicht ausgeschlossen werden, sagte Polizeipressesprecher Frank Soika gegenüber der NWZ .
Zur Schadenshöhe konnte die Polizei ebenfalls noch keine Angaben machen, sie dürfte aber in die Hunderttausende gehen.
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