Kulturausschuss:
15 000 Euro mehr für Museum

Antrag vom STV Barßel abgelehnt

BARßEL Der Landkreis Cloppenburg hatte in der vergangenen Woche im Kulturausschuss beschlossen, das Moor- und Fehnmuseum in Elisabethfehn statt mit 40 000 Euro künftig mit 60 000 Euro pro Jahr zu bezuschussen. Am Montagabend zog die Gemeinde Barßel nach. Die Mitglieder des Ausschusses für Kultur, Sport und Tourismus haben einer Beschlussempfehlung zugestimmt, die besagt, dass das Museum ab diesem Jahr nicht mehr mit 20 000 Euro pro Jahr, sondern mit 35 000 Euro pro Jahr bezuschusst werden soll. Entsprechende Haushaltsmittel müssen in den Nachtrag 2012 eingeplant werden.

Museumsleiterin Antje Hoffmann hatte auf der Ausschusssitzung im Rathaus auf die Notwendigkeit der Zuschusserhöhung hingewiesen. Man arbeite an einer endgültigen Registrierung im Niedersächsischen Museumsregister, daher sei ein zusätzlicher Finanzbedarf erforderlich. Bislang ist das Moor- und Fehnmuseum vorläufig registriert, der Eintrag gilt bis Ende 2013. Um den Anforderungen für eine dauerhafte Registrierung gerecht zu werden, muss die Einrichtung in Elisabethfehn Arbeitsstrukturen verbessern (die NWZ  berichtete). Das kostet Geld. Hoffmann rechnet mit einer zusätzlichen Summe in Höhe von 50 000 Euro pro Jahr. Diese Mehrkosten sollen vom Landkreis (plus 20 000 Euro), von der Gemeinde Barßel (plus 15 000 Euro) und der Gemeinde Saterland (plus 15 000 Euro) gedeckt werden.

Während sich die Ausschussmitglieder einstimmig für den Antrag des Museums aussprachen, wurde der Antrag des STV Barßel abgelehnt. Der Sportverein wollte am 30. April das traditionelle Mühlenfest feiern. Da sich aber in unmittelbarer Nähe zum Festgelände ein Storchenpaar niedergelassen hatte, wurde das Mühlenfest abgesagt (die NWZ berichtete). Durch diese Entscheidung seien dem Verein „5000 Euro und eventuell mehr“ entgangen, heißt es in dem Antrag. Dieses Geld werde vor allem im Jugendbereich fehlen. Daher bat der STV darum, zu prüfen, ob und in welcher Höhe sich die Gemeinde Barßel am Einnahmeausfall beteiligen könne. Die Entscheidung des Ausschusses: gar nicht.

Schon seit längerem sind Pläne über einen möglichen Umzug der Tourist-Information vom Rathaus an den Hafen bekannt (die NWZ  berichtete). Politisch beraten wurde darüber aber noch nicht. Die Verwaltung wurde vom Ausschuss beauftragt, eine detaillierte Planung mit Kostenschätzung zu erarbeiten. Diese soll dann als Grundlage der Beratung den politischen Gremien vorgelegt werden.

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