Akrobatik:
Akrobaten schlagen kulturelle Brücken

Johanna Striowsky aus Augustendorf ist Zirkusschülerin in Oldenburg

Zwei Wochen lang turnte die 14-Jährige mit Akrobaten aus Israel. Dabei seien viele Freundschaften entstanden.

Augustendorf Schon als kleines Kind hat Johanna Striowsky die Akrobaten im Zirkus bestaunt. „Das will ich auch können“, hat sich die Augustendorferin damals zum Vorsatz genommen. Dem sollten schnell Taten folgen, denn seit zwei Jahren ist die 14-Jährige Mitglied der Zirkusschule Seifenblase in Oldenburg. Einmal in der Woche steht für die Achtklässlerin Jonglage, Tanz und vor allem Akrobatik und Luftakrobatik auf dem Programm. „Das macht mir sehr großen Spaß“, sagt Johanna. In dem 20-köpfigen Ensemble gehört sie längst zu den begabteren Mitgliedern. Kein Wunder, denn zu Hause trainiere sie fast täglich, wie sie verrät. Kaum ein Tag, an dem sie kein Rad schlägt oder auf dem Kopf steht. Ihr Talent ist ihr auch ein wenig in die Wiege gelegt, denn Mutter Elke war früher Turnerin.

Akrobatik ist die große Leidenschaft von Johanna – und so ist es für sie auch kein Problem, ihren zierlichen Körper extrem zu verbiegen. Aber auch am Trapez oder mit Reifen und Keule macht die 14-Jährige eine gute Figur.

Talentiert ist die junge Dame auf jeden Fall. Ob sie ihr Hobby denn auch zum Beruf werden lassen möchte? „Das kann gut sein“, sagt die Schülerin des Albertus-Magnus-Gymnasiums Friesoythe. In den Niederlanden könne man zum Beispiel Zirkuspädagogik studieren. Das würde sie interessieren. Und ihr größter Traum? Ganz klar: Als Akrobatin beim wohl weltweit bekanntesten Zirkus „Cirque du Soleil“ zu arbeiten.

Auch jetzt hat Johanna Striowsky schon einige größere Auftritte bestritten. So am vergangenen Wochenende beim Drachenfest in Lemwerder. 40 Jugendliche der Zirkusschule Alacasam Pepolino aus Lemwerder, der Zirkusschule Seifenblase und der Zirkusschule Galilee Circus aus Israel hatten vier grandiose und mit viel Beifall bedachte Auftritte.

Dafür hatten die jungen Akrobaten zwei Wochen lang gemeinsam geübt. Johanna wurde dafür sogar eine Woche lang vom Schulunterricht freigestellt. Denn neben dem Turnen ging es vornehmlich um die Gemeinschaft. Durch den Zirkus sollten Brücken gebaut werden zu anderen Kulturen. Mit Erfolg. „Es sind dicke Freundschaften entstanden“, erzählt Johanna. Vor allem zu den 15-jährigen Mädchen Hla und Emely aus dem israelischen Hazafon seien enge Kontakte entstanden. Die beiden waren auch für zwei Tage bei Striowskys in Augustendorf zu Gast. Am Dienstag kehrten sie nach Israel zurück. „Der Abschied fiel allen schwer“, so die 14-Jährige.

Die Zirkusschule Seifenblase Oldenburg wird übrigens beim Tag der offenen Tür des Tierheims Sedelsberg (8. September, 11 bis 18 Uhr) auftreten. Johanna ist dann natürlich mit dabei.

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